Kritik an geplanter Führerschein-Reform

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder möchte den Führerschein wieder bezahlbarer machen. Dafür hat er Reformpläne in die öffentliche Diskussion gebracht, die bei den Fahrlehrern auf breiten Widerstand stoßen. So soll u.a. die Pflicht zum Präsenzunterricht abgeschafft werden. Das nötige theoretische Wissen soll stattdessen über einen digitalen Weg erlernt werden. Wir haben darüber mit Fahrlehrern bei uns im Westmünsterland gesprochen und nach ihrer Haltung dazu gefragt. 

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Pflicht zum Präsenzunterricht soll abgeschafft werden

Minister Schnieder möchte die Pflicht zum Präsenzunterricht abschaffen und stattdessen digitale Angebote schaffen. Die Erfahrung aus den Coronajahren habe gezeigt, dass die Online-Angebote nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben. Deshalb befürworten unsere befragten Fahrlehrer weiterhin den Präsenzunterricht.

Fahrsimulatoren als Ersatz für Fahrschulwagen

Ein Fahrsimulator als Ersatz für den Fahrschulwagen, das hat Minister Schnieder ins Spiel gebracht. Wird aber von den Fahrlehrern abgelehnt, weil kein Simulator auf dieser Welt die Erfahrung in einem Schaltwagen im realen Verkehr ersetzen kann. Außerdem kostet so ein Simulator um die 40.000 Euro, sagen die Fahrlehrer und ist damit ziemlich kostspielig.

Wo können Verbesserungen auch zu Einsparungen führen?

Einfach mal den Fragenkatalog überarbeiten, sinnvoll kürzen und die Prüfungsfragen verständlicher formulieren. Außerdem die Prüfungszeit bei der Fahrprüfung von jetzt rund 50 Minuten, wieder auf rund 15 Minuten runterfahren. Und Mitfahrzeiten im Fahrschulwagen anrechnen, während ein Fahrschüler eine Übungsstunde hat, kann ein zweiter als Mitfahrer im Auto von ihm lernen. Das könnte man anrechnen. Und ein ganz wichtiger Punkt: Die Fahrlehrer wünschen sich wieder mehr Engagement ihrer Fahrschüler.

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