Kreis Borken: Warnstreik an Schulen
Veröffentlicht: Mittwoch, 21.01.2026 06:33
Am Mittwoch (21.01.26) können an den Schulen im Westmünsterland Unterrichtsstunden ausfallen oder nur eingeschränkt stattfinden. Die Gewerkschaft GEW hat angestellte Lehrer zum Warnstreik aufgerufen – auch im Regierungsbezirk Münster.

Warnstreik an Schulen im Westmünsterland
An den Schulen im Westmünsterland kann es heute zu Einschränkungen beim Unterricht kommen. Grund ist ein Warnstreik der angestellten Lehrer auch im Regierungsbezirk Münster. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat zu den Warnstreiks aufgerufen und hofft dabei auch auf Solidarität der verbeamteten Kollegen. Die meisten Lehrer sind zwar verbeamtet und dürfen daher nicht streiken, aber NRW-weit gibt es rund 49.000 Lehrer und andere pädagogische Fachkräfte, die beim Land tariflich angestellt sind. Diese können heute ihre Arbeit niederlegen und für bessere Arbeitsbedingungen demonstrieren.
Alle Schulformen im Regierungsbezirk Münster betroffen
Der Warnstreik betrifft alle Schulformen im Westmünsterland – von Grundschulen bis zu weiterführenden Schulen. Neben den angestellten Lehrkräften sind auch Schulsozialarbeiter, sozialpädagogische Fachkräfte und andere pädagogische Mitarbeiter zum Streik aufgerufen, die im Landesdienst beschäftigt sind. Zu kompletten Schulschließungen wird es voraussichtlich nicht kommen, aber viele Schulen können nur eingeschränkten Unterricht anbieten. Eltern sollten sich bei den jeweiligen Schulen über mögliche Ausfälle oder Vertretungsstunden informieren.
GEW fordert bessere Löhne und Arbeitsbedingungen
Hintergrund der Warnstreiks sind die laufenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Länder. Die GEW-Landesvorsitzende Ayla Çelik fordert "existenzsichere Löhne, von denen man leben kann, und Arbeitsbedingungen, die dauerhaft gesund halten." Die Gewerkschaft hofft auch auf große Solidarität bei den verbeamteten Lehrern, da das Tarifergebnis in der Regel auf sie übertragen wird. In mehreren Städten wie Münster, Gelsenkirchen und Köln sind zentrale Kundgebungen geplant.
Nächste Verhandlungsrunde im Februar
Die dritte Verhandlungsrunde zwischen den Gewerkschaften und den Ländern ist für den 11. und 12. Februar angesetzt. Sollten die Gespräche scheitern, könnten weitere Streikaktionen folgen. Die Warnstreiks finden nicht nur im Regierungsbezirk Münster statt, sondern auch in anderen Teilen von Nordrhein-Westfalen. Für Familien im Westmünsterland bedeutet das heute möglicherweise kurzfristige Änderungen im Schulalltag. Die meisten Schulen werden jedoch versuchen, eine Grundbetreuung sicherzustellen.


