Geburtenstation in Borken soll schließen

Es gibt wohl kaum etwas, das aufregender ist, als die Geburt eines Kindes. Alles soll perfekt sein für den Nachwuchs, das wünschen sich nicht nur die werdenden Eltern. Doch es wird immer schwieriger, Hebammen zu finden und deshalb werden die Geburtenstationen immer mehr gebündelt und verschwinden aus der Fläche.

© Klinikum Westmünsterland

Ludger Hellmann bittet um Vertrauen

Auch hier bei uns wird es in Zukunft eine Geburtenstation weniger geben. Denn nach Ahaus und Stadtlohn will das Klinikum Westmünsterland jetzt auch die Geburtenstationen Borken und Bocholt zusammenlegen. Mitte 2022 - also in rund 2,5 Jahren soll es soweit sein. Die Borkener Station wird aufgelöst und nach Bocholt verlegt, sagt der Sprecher der Geschäftsführerung Ludger Hellmann. Und er kann jeden verstehen, der das nicht gut findet. Aber es muss sein, damit auch künftig genug Hebammen und junge Ärzte geworben werden können, sagt Hellmann und verspricht, dass niemand wegen der Versorgung Angst haben muss. Auch nicht, wenn zwischen Borken und Bocholt bis zu 20 Minuten Fahrtzeit liegen.

"Das ist natürlich subjektiv gefühlt eine längere Strecke. Aber es ist objektiv betrachtet kein zusätzliches Sicherheitsrisiko. Die Landeskrankenhausplanung geht im Moment davon aus, dass es eine gute flächendeckende Versorgung gibt, wenn jede Schwangere 40 Minuten Fahrzeit maximal hat."

Der RADIO WMW Director's Cut mit Ludger Hellmann vom Klinikum Westmünsterland

Im Radio WMW Director's Cut hat er sich im ausführlichen und ungefilterten Interview unseren Fragen gestellt.

© RADIO WMW

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