Schließung von Tönnies: Auswirkungen

Es wird immer voller in den Schweineställen im Westmünsterland. Denn die Landwirte bekommen so langsam die Corona-bedingte Schließung des Tönnies-Schlachthofs in Rheda-Wiedenbrück zu spüren.

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Die Schweineställe werden ziemlich voll

Da werden normalerweise pro Tag 20 bis 30.000 Schweine geschlachtet, damit wir jeden Tag Wurst auf dem Pausenbrot und Fleisch auf dem Teller haben.

Aber weil bei Tönnies im Kreis Gütersloh gerade nicht geschlachtet werden darf, stauen sich die Schweine im Stall. Auch bei Schweinebauer Christoph Selhorst. Bei ihm sind es gerade rund 300 Schweine. Und das ist nicht das einzige Problem, das er hat. Die Schweine in seinem Fall werden immer fetter. Aber das bedeutet nicht, dass er auch mehr Geld bekommt:

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Auch Kreislandwirt Heinrich Emming aus Oeding sieht Probleme auf sich und seine Kollegen zukommen. Bis jetzt konnte er seine Schweine woanders schlachten lassen, sagte er den Kollegen der Münsterlandzeitung. Aber dafür habe er schon eine ganze Menge Organisationstalent gebraucht. Und weil eben alle das gleiche Problem haben, wird es schwieriger einen passenden Schlachthof zu finden.

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