Mahnwache gegen Castortransporte: Atomkraftgegner protestieren in Ahaus

Heute Abend (12.05.) um 18 Uhr versammeln sich Atomkraftgegner am Tobit-Kreisel im Ahauser Süden zu einer Mahnwache. Der Protest richtet sich gegen den geplanten Umbau des Kreisels und die bevorstehenden Castortransporte vom Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus.

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Umbau des Tobit-Kreisels sorgt für Unmut

Die Stadt Ahaus hat angekündigt, dass der Umbau des Tobit-Kreisels am 19. Mai beginnen soll. Diese Baumaßnahme dient der Vorbereitung für die umstrittenen Castor-Lkw-Transporte, die von Atomkraftgegnern und Umweltverbänden scharf kritisiert werden. Der NRW-Verkehrs- und Umweltminister Oliver Krischer (Grüne) hatte den Umbau im Januar gestoppt, da die notwendige Transportgenehmigung noch ausstand. Nun sollen die Arbeiten trotz fehlender Genehmigung starten, was die Atomkraftgegner auf die Barrikaden bringt.

Die geplanten 152 Schwerlasttransporte über marode Autobahnen stellen nach Ansicht der Kritiker ein erhebliches Risiko dar und bieten keinen langfristigen Sicherheitsgewinn. Die Bürgerinitiativen fordern, dass die Castoren in Jülich verbleiben und werfen der schwarz-grünen NRW-Landesregierung Untätigkeit vor, da sie kein neues Zwischenlager in Jülich finanzieren wolle.

Weitere Protestaktionen geplant

Neben der heutigen (12.05.) Mahnwache am Tobit-Kreisel ist für nächsten Montag, den 19. Mai, eine weitere Demonstration vor dem Ahauser Rathaus geplant. An diesem Tag sollen die Umbauarbeiten beginnen, und die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) sowie die Betreiber des Ahauser Brennelemente-Zwischenlagers ihre aktuellen Atommüllpläne vorstellen. Die Atomkraftgegner wollen mit ihrem Protest ein Zeichen gegen die ihrer Meinung nach unverantwortliche Atommüllverschiebung setzen und die Politik zum Handeln auffordern.

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