Rund 150 Millionen Login-Daten frei im Netz - Warum & was tun?
Veröffentlicht: Dienstag, 27.01.2026 15:25
Rund 150 Millionen Passwörter und Zugangsdaten von verschiedenen Plattformen waren zeitweise völlig ungeschützt im Internet abrufbar – ohne Verschlüsselung oder Sicherheitsbarrieren. Entdeckt wurde das Leck vom IT-Sicherheitsexperten Jeremiah Fowler.

Diese Plattformen sind betroffen
Laut Schätzungen von "ExpressVPN" stammen die geleakten Login-Daten unter anderem von folgenden Diensten:
- Gmail: rund 48 Millionen Datensätze
- Facebook: ca. 17 Millionen
- Instagram: etwa 6,5 Millionen
- Yahoo: rund 4 Millionen
- Netflix: ca. 3,5 Millionen
- Outlook: etwa 1,5 Millionen
- iCloud: rund 900.000
- TikTok: ca. 780.000
Das Schweizer Nachrichtenportal "20 Minuten" berichtet außerdem, dass auch Konten bei Zalando, Ricardo, Bluewin, MediaMarkt und Ticketcorner kompromittiert sein könnten.
Wie kann sowas passieren?
Nach Angaben vom IT Sicherheitsexperten Fowler wurden die Informationen mithilfe sogenannter Infostealer-Malware gesammelt. Diese Schadsoftware liest gespeicherte Passwörter und Login-Daten direkt aus Browsern oder Datenbanken aus. Die erbeuteten Daten wurden anschließend online weiterverbreitet.
Sind meine Daten auch betroffen?
Datenlecks sind leider keine Seltenheit. Über die Plattform „Have I Been Pwned“ können wir überprüfen, ob deine E-Mail-Adresse in bekannten Leaks aufgetaucht ist:
- Besuche die Website "Have i Been Pwned"
- Gib deine E-Mail-Adresse ein.
- Die Adresse wird mit bekannten Datenlecks abgeglichen.
- Du erhältst eine Rückmeldung, ob deine Daten betroffen sind oder nicht.
Wichtig: Ein Treffer bedeutet nicht automatisch, dass dein Konto missbraucht wurde – aber das Risiko bestand oder besteht.
So können wir uns schützen
Um dich besser vor Datenklau zu schützen, empfehlen Sicherheitsexperten folgende Maßnahmen:
- Passwörter regelmäßig ändern
- Für jeden Dienst ein eigenes Passwort verwenden
- Passwortmanager nutzen, um starke und einzigartige Passwörter zu erstellen
- Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren, wo immer möglich
Wer diese Schritte beachtet, reduziert das Risiko erheblich, Opfer von Cyberkriminalität zu werden.


