Mobbing: Schulpsychologe reagiert

Oliver aus Borken hat sich bei uns gemeldet. Seine Tochter geht seit über einer Woche nicht mehr in die Schule, weil sie gemobbt wird. Was können Eltern tun? Wir haben mit Schulpsychologe Dr. Sascha Borchers vom Kreis Borken gesprochen.

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Der Anstoß: Olivers Geschichte

Seine Tochter wird von einer Mädchengruppe gemobbt und möchte kaum noch zur Schule. Schlaflose Nächte und Panikgefühl haben die 11-Jährige geplagt, bis sie sich in einem Brief an die Familie gewandt und geöffnet hat. Für Oliver war das Thema lange "weit weg", nun ist seine Familie selbst betroffen und er will klarmachen, dass Mobbing nicht nur in großen Städten, sondern auch im Westmünsterland passiert. Uns hat dieses Thema sehr bewegt und auch die Reaktionen aus dem Westmünsterland zeigen: Viele Fragen sich - wie kann ich meinem Kind in solch einer Situation helfen?

Hier lest Ihr die ganze Geschichte von Oliver.

Das rät der Experte

"Kinder setzen extrem viel Energie darein, das vor uns zu verschleiern."

Wir haben mit Dr. Sascha Borchers, Schulpsychologe des Kreises Borken, über die Geschichte von Olivers Tochter gesprochen und generell gefragt - was können Familien tun, wenn Kinder Mobbingerfahrungen machen?

"Was Eltern nicht machen sollten ist potentielle Tätereltern anzusprechen",

sagt Sascha Borchers. Außerdem spricht er auch über Cybermobbing und erklärt, dass Mobbing kein neues Phänomen sei, sondern schon existiere seit wir in sozialen Gesellschaften leben. Allerdings seien die Werkzeuge verschieden und aktuell habe man mit einem Handy ein unfassbar mächtiges Werkzeug, fügt er hinzu. Das ganze Interview mit dem Schulpsychologen könnt Ihr euch hier anhören.

Hier findet Ihr Hilfsangebote im Kreis Borken.

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