Missbrauchsstudie des Bistum Münster startet

Es gab jahrzentelang mehrere Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche, unter anderem auch in Rhede und Barlo. Diese Missbrauchsfälle werden jetzt in einer Studie aufgearbeitet.


Nicht nur in Rhede und Barlo wurden Kinder und Jugendliche von Geistlichen sexuell mißbraucht. Es gab jahrzehntelang eine ganze Reihe solcher Vorfälle unter dem Dach der katholischen Kirche und es wurde auch viel vertuscht. Das hat neben dem Leiden der Opfer auch zu einem großen Vertrauensverlust in die Kirche geführt. Das Bistum Münster lässt die Missbrauchsfälle in seinem Zuständigkeitsbereich jetzt in einer groß angelegten Studie aufarbeiten, von einem Historiker-Team der Uni Münster. Die fünf köpfige Forschergruppe will in den nächsten zweieinhalb Jahren alle Akten des Bistums seit 1945 auswerten und mit Betroffenen sprechen, sagte uns Geschichtsprofessor Thomas Großbölting. Münsters Bischof Felix Genn und Uni-Rektor Johannes Wessels haben gestern den Vertrag über die Studie unterschrieben. Das Bistum zahlt den Forschern für ihre Arbeit 1,3 Millionen Euro.

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