Massenschlägerei in Freudenhaus: Urteil gefällt

Drei Jahre nach der Massenschlägerei am Bocholter Freudenhaus hat das Jugendschöffengericht in Bocholt jetzt die Urteile gefällt. Alle Strafen wurden zur Bewährung ausgesetzt. Die ersten Verteidiger wollen in Berufung gehen, weil sie Freisprüche gefordert hatten.

Angeklagte nahmen Prozess nicht sehr ernst

Es war ein umfangreicher Prozess in dem die Wahrheitsfindung schwierig war, sagte der Vorsitzende Richter des Jugendschöffengericht in Bocholt. Das Gericht habe das Gefühl gehabt, dass die Angeklagten das Verfahren nicht sonderlich ernst genommen hätten. Lügen und fehlende Aussagebereitschaft habe er selten in diesem Ausmaß in einem Verfahren erlebt, sagte der Vorsitzende Richter. Die Männer sind zu Strafen zwischen 9 Monaten und einem Jahr und 9 Monaten verurteilt worden. Außerdem wurden Geldstrafen verhängt und 2 junge Männer müssen jetzt für 2 Wochen in Dauerarrest, damit sie sehen was passiert, wenn weitere Straftaten folgen. Die Schlägerei hatte damals weit über Bocholt hinaus Schlagzeilen gemacht, weil es auf dem Europaplatz zu regelrechten Tumulten kam.

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