Alltag. Aber irgendwie anders.

Vieles ist zur Zeit anders. Wir leben anders. Unser ganzer Alltag ist anders. Wie erlebt Ihr diese Zeit? Was hat sich für Euch verändert? Wir sprechen mit Westmünsterländern genau darüber.

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... als Gastronom

Ralf Schwinning aus Rhede, Besitzer des Restaurants "Trüffel und Bohne", ist von der Coronakrise stark betroffen. Am liebsten möchte er natürlich sofort wieder öffnen, gleichzeitig versteht er die getroffenen Maßnahmen.

"Natürlich, das Restaurant ist geschlossen. Die Kochschule ist geschlossen. Wir haben jetzt schon seit sieben Wochen keine Kochkurse mehr gemacht. Wir haben keine Gäste mehr gesehen. Wir sind halt alle sehr traurig."

Gleichzeitig ist Ralf Schwinning dankbar, dass so viele auf den Abhol- und Lieferdienst zurückgreifen. Das hilft, sagt er.

Alltag. Irgendwie anders - als Gastronom

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... als Lehrer

Lehrer Sebastian Hüls unterrichtet am Euregio Gymnasium in Bocholt und sagt ganz klar, dass dieses plötzliche Homeschooling auch für die Schüler am Anfang heftig war. Er jedenfalls freut sich auf seine Schüler.

"Das ist ein großes Gefühl von Freude. Einfach auch weil man die Schüler wieder sieht: Man sieht die Abiturienten wieder, man kann wieder seinen Beruf einfach ausüben, man kann Kindern Dinge erklären, man kann Fragen beantworten, man kann mit denen diskutieren, mit denen lachen, wenn auch hinter Masken. Das ist einfach trotzdem ein total schönes Gefühl, dass die Kinder wieder in der Schule sind."
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... als Eltern

Eltern sein - das hat sich definitiv seit März verändert. Eltern wie Frank Merx aus Reken haben es zu dieser Zeit besonder schwer. Er zählt zu einer vergessenen Gruppe von Eltern, die schwerst behinderte Kinder haben.

"So genannte normale Kinder verlangen ja auch schon ihre Dinge und verstehen nicht warum darf ich jetzt nicht raus, warum darf ich nicht mich mit Freunden treffen et cetera. Das ist natürlich bei behinderten Kindern nochmal ne Stufe intensiver."

Alltag. Irgendwie anders - als Eltern

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... als Stammtisch

Es ist ja schon erstaunlich, wie wir Westmünsterländer unseren Alltag in dieser Zeit neu geordnet haben. Das Beste draus machen- sagt Silvia aus Bocholt, die mit ihrem Stammtisch "wilde 13" auch einfach mal improvisiert hat. Man trifft sich woanders - hat sie uns erzählt.

"Ja tatsächlich am meisten über Whatsapp und vornehmlich über irgendwelche Challenges die wir uns irgendwie einfallen lassen"
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...als Erzieher

Zugegeben: Abstand halten fällt auch uns immer schwerer. Dass die Abstandsregeln in manchen Bereichen aber garnicht erst umzusetzen sind, weiß Sigrid Kampshoff, Leiterin der DRK Kita Regenborgen.

Windeln wechseln, naseputzen, trösten, umziehen- das alles klappt eben nicht ohne Körperkontakt.

"Ich glaube alle brauchen ein wohl besonnenes und ruhiges umgehen mit der Situation, aber auch einen normalen Kita Alltag."
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...in der Brennerei

Rüdiger Sasse, Chef der Feinbrennerei Sasse in Schöppingen, hatte seine Mitarbeiter schon in 100 Prozent Kurzarbeit geschickt, als er dem Hilferuf der Kassenärtzlichen Vereinigung nachkam. Von Heute auf Morgen stellte er seinen ganzen Betrieb auf den Kopf und Produzierte statt leckerem Lagerkorn nun Desinfektionsmittel. Er hat mit uns über diese Umstellung und den großen Rückruf seiner Mitarbeiter gesprochen.

Aufgrund dieses Desinfektionsthemas mussten wir die Mitarbeiter anrufen und sagen:"Kommt schnell zurück, wir müssen an die Abfüllmaschiene!"
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...auf dem Bau

Am Mittwoch (13.05.) haben wir Einblicke in den irgendwie anderen Alltag auf der Baustelle bekommen. Marvin, Mauerer bei MD Bau Borken hat mit uns über die derzeitige Situation gesprochen - Er vermisst vorallem das gemeinsame Frühstück mit seinen Kollegen.

"Wir haben das sonst gerne, dass wir alle zusammen mal zwischendurch einen Kaffee trinken. Das spart man sich ja derzeit momentan auf."
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...im Kino

Mal schnell an einem Samstagabend zum nächsten Kino fahren, Nachos essen ,Cola trinken und den Film genießen, geht im Moment natürlich nicht. Es gibt aber eine coole Alternative - Autokinos. Und von denen gibt es auch hier im Westmünsterland ne ganze Menge. Wir haben mit Levent vom Kinodrom in Bocholt gesprochen. Er ist sich sicher: Das Autokino kommt gut an.

Das Feedback it fenomenal, nur positiv (...) unser Server ist für zwei Stunden ausgefallen, weil wir so viele Anfragen hatten"
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...im Sportverein

Am Samstag (15.05) startet die Bundesliga nach Wochen wieder voll durch. Zwar sind alle Spiele Geisterspiele, aber das macht Tim Winking, Kapitän des FC Bocholt nichts aus. Er freut sich vor allem darauf, wieder gemütlich vor dem Fernseher zu sitzen und das Spiel zu genießen.

"Ich freu mich jetzt richtig drauf. Samstag 15.30Uhr einfach wieder auf der Couch sitzen und das ganze genießen."
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...in der Kirche

Die Kirchen haben wieder geöffnet, aber auch da hat sich der Alltag natürlich geändert. Unter anderem gibts da jetzt Türsteher. RADIO WMW Reporterin Meike Dirksen macht den Job in Schöppingen.

"Ich begrüße die Menschen, erkläre die Hygieneregeln und desenfiziere auch die Hände mit einer Sprühflasche."


Alltag. Irgendwie anders - in der Kirche

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...in der Schule

Unterricht gibt es wieder - aber halt auch irgendwie anders. Rollierendes System nennt sich das ganze. Die Schüler kommen abwechselnd zur Schule, damit die nicht so voll ist. Jede Schule organisiert das selbst - heißt also überall auch was anderes für die Schüler. Gar nicht so einfach da den Überblick zu behalten. Wir haben Euch nach Euren Erfahrungen gefragt.

"In erster Linie bin ich natürlich Mutter, aber zurzeit fühle ich mich tatsächlich auch als Lehrer. Es ist schon erstaunlich was zum Teil von den Kindern erwartet wird und ohne elterliche Unterstützung gehts kaum."

Auch wenn Tanja aus Schöppingen sich manchmal vorkommt wie eine Lehrerin, sind wir Westmünsterländer aber nun mal so gepolt, dass wir uns jeder Aufgabe stellen.

Eure Erfahrungen Präsenzunterricht

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...im Homeoffice

Das Auto bleibt stehen und Mittagspause gibts auf dem eigenen Sofa - seit einigen Wochen läuft für viele Wetsmünsterländer die Arbeit anders. Selbst da, wo Homeoffice nie ein thema war, ist es auf einmal möglich. Der Großteil unseres Teams ist das auch noch. Lea Paßlick aus unserem Social Media Team zum Beispiel. Da scheint sich auch für die Zukunft gerade was zu entwickeln.

"Auf jeden Fall. Also ich könnt mir das persönlich mega gut vorstellen, auch in der Zukunft so ab und zu mal im Homeoffice zu arbeiten. Auch wenn ich mittlerweile natürlich echt gern mal wieder gerne in die Redaktion zu euch kommen würde. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken geht auf jeden Fall auch davon aus, dass das Thema Home Office in der Zukunft also auch nach Corona noch wichtig sein wird, also zumindest wichtiger als vorher. Jetzt wo viele von uns im Home Office arbeiten mussten, merken wir halt eben auch, dass es ja irgendwie auch geht. So können wir Vor- und Nachteile erkennen und für die Zukunft dann das Beste rausholen und umsetzen."

Einige fühlen sich ein bisschen einsam und vermissen die Kollegen - für andere, vor allem Führungskräfte ist es ein richtiger Gewinn. Die sind teilweise sogar produktiver, weil nicht ständig ein Kollege reinkommt und was will. Das ist das Ergebnis einer Studie der Uni Düsseldorf geleitet von Stefan Süß.


Eure Erfahrungen mit Home Office

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...als Band

Eigentlich würden sich die vielen Musikvereine bei uns im Westmünsterland jetzt intensiv auf auf die anstehende Schützenfest Saison vorbereiten - nur ist das in diesem Jahr alles anders. Erstens gibt es keine Schützenfeste und zweitens ist alleine so eine Orchester Probe mit so vielen Menschen undenkbar. Die Musikkapelle Südlohn trifft sich im Moment nur online, hat uns Manfred Wanning Chef der Musikkapelle Südlohn erzählt.

"Wichtig ist, dass wir wieder zusammenkommen können. Ja man kann sich das nicht vorstellen, aber ich glaube ich bin jetzt um die 35 Jahre in dem Verein und das ist das erste mal dass wir keine Sommersaision haben. Ich weiß nicht. Dieser Sommer wird ein ganz anderer werden, wie ihn noch keiner kennen gelernt hat bei uns."
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...als Braut

Heiraten im kleinen Kreis - in der Coronazeit müssen angehende Ehepaare viele Abstriche machen. Auch Katrin, die am Standesamt in Heek den Bund fürs Leben geschlossen hat.

"Bei der Trauungszeremonie dabei waren tatsächlich nur mein jetziger Mann, Ich und die Standesbeamtin. Es war sehr emotional, wie viele Freunde und Bekannte dann doch noch gekommen sind und mit Luftballons und Plakaten vor dem Standesamt standen - natürlich mit großen Abständen."

Die Party fiel natürlich aus, soll aber nachgeholt werden.


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...als Schausteller

Tote Hose.....in der Coronazeit gibt es keine Kirmes mehr - bis Ende August. Für die Schausteller im Kreis Borken ist das eine Katastrophe. Sie haben 0 Euro Einnahmen. Das hat uns Arne Heitmann erzählt. Er ist 2. Vorsitzender vom Schaustellerverband.

"Es kommt einem vor wie ein Berufsverbot, weil wir ja wirklich nichts machen können. Die Schausteller leben halt von Großveranstaltungen. Das ist etwas, wo wir schwer dran zu knacken haben."

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Die meisten Schausteller sind im Winterquartier und warten. Einige versuchen, zumindest etwas Geld zu verdienen: Teilweise schaffen Sie es, sich mit Ihren Imbiss-Ständen etwa auf Wochenmärkten dazu zu stellen. Die Fahrgeschäfte haben allerdings noch lange Pause.


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...als DJ

Party, Musik und Tanzen - normaler Weise legen da auch immer wieder Mal DJs auf. In der Coronazeit haben Sie dagegen nichts zu tun. So geht es auch Johannes Gülker, DJ Wacho, der gelernter Veranstaltungstechniker ist. Johannes und sein Team hatten eine geniale Idee - eine Autodisco in Erle.

"Unseren Gästen bieten wir einen Parkplatz, wo man mit vier Personen aus zwei Haushalten eine Party feiern kann. Kommt vorbei und überzeugt Euch von unserem Konezpt und unserer gigantischen Bühnenshow."

Von 19 Uhr 30 bis 21 Uhr ist am Freitag (29.05.) Einlass. Die Autodisko ist Auftakt zum Erler Kultursommer mit Veranstaltungen in den kommenden vier Wochen.

Weitere Infos gibt es hier.

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...als Inneneinrichterin

Es ist ein anderer Alltag, den Menschen, Vereine und Unternehmen hier bei uns im Westmünsterland in der Corona-Zeit bewältigen müssen. Das gilt auch für Handwerksbetriebe und in einem konkreten Beispiel für den Ladenausbau-Spezialisten "Moprojects" in Lünten, der etwa die Duty Free Shops für Hochkaräter wie Yves Saint Laurent, Armani oder Dior baut. Das 100-Mann-Unternehmen im Sturzflug vom gefragtesten Laden-Inneneinrichter Europas plötzlich zum Nichtstun verdammt. Aber Chefin Delia Bensing hatte ein Idee: Sie holte den Drei D Drucker raus.

"Den haben wir im letzten Jahr angeschafft. Dann haben wir angefangen, Türoffner zu drucken. Die haben wir zum Beispiel dem Krankenhaus in Borken gespendet."

Inzwischen druckt die Firma Hustenschutzwände. Außerdem baut Sie Visire für Leute, die Probleme mit Masken haben. Und Sie stellt antibakterielle Hygienesäulen her. All das wird in einem Web Shop vetrieben.

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...als Bademeisterin

In der Coronazeit läuft der Alltag auch im Freibad anders. Normalerweise wäre das Bad in Groß-Reken bei so einem Wetter total überlaufen - ist im Moment nicht so, hat uns Bademeisterin Claudia Tepferd erzählt. Aber trotz weniger Besucher gibt es genug zu tun. Die Auflagen müssen überwacht werden: Nicht duschen, keine Rudelbildung. Selbst das Schwimmen muss kontrolliert ablaufen mit einem Hauch Mindestabstand.

"Wir haben Bahnleinen. Das heißt: Das Becken hat sechs Bahnen und da haben wir drei Bahnleinen drin. Die Gäste schwimmen auf einer Bahn rauf und auf der anderen wieder runter. Sie schwimmen eigentlich im Uhrzeigersinn."

Claudia ist glücklich, dass das Freibad Reken wieder geöffnet ist. Ab und zu muss sie mal im Gebäude an die Maskenpflicht erinnern, aber ansonsten lässt sich auch in dieser etwas veränderten Zeit wunderbar arbeiten.

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... als Feuerwehrmann

Auch das Feuerwehr Vereinsleben hat Corona ganz schön durchgeschüttelt. Bevor es jetzt raus zum Brand geht, wird seit März auch geguckt, ob die Maske dabei ist - ohne sie jetzt in der Prioritätenliste der Schutzausrüstung zu weit oben haben zu wollen, sagt Stadtlohns Wehrführer Günther Wewers. Und was auch noch neu ist: Die Übungsabende finden nicht mehr in geselliger Runde statt, sondern im Netz. Günther Wewers vermisst diese Runde auch.

"Wir haben ja auch immer den Kameradschaftlichen Teil, bei dem man sich auch mit einem Bier mal zusammensetzt. Das geht gerade leider nicht. Das ist eben so."
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... als Krankenschwester

Ganz schön anders ist der Alltag auf Station 2 a im Marienhospital Ahaus - da ist nämlich die Isolierstation für Covid 19 Patienten - ein klinischer Hochsicherheitstrakt an den sich Christiane erstmal gewöhnen musste - ein riesen Aufwand - der aber sein musste, sagt sie heute. Auch wenn es am Anfang komisch war hat sie sich aber inzwischen daran gewöhnt. Soweit es geht. Auch die Schutzkleidung, die Christina und ihre Kolleginnen und Kollegen tragen müssen ist gewöhnungsbedürftig.

Also ich laufe da mit meiner Schutzmaske - Schutzbrille sowie Kopfbedekung dauerhaft durch die Gegend. 7-8 Stunden am Stück.
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... als Fahrradhändler

Wegen der Coronakrise mussten wir uns alle umgewöhnen. Auch die Fahrradhändler bei uns im Westmünsterland. Am Anfang mussten auch sie ihre Läden schließen, aber inzwischen gehört das Fahrrad zu den Gewinnern der Coronakrise. Fast 1/3 mehr Fahrräder werden aktuell verkauft. Das hat uns Dieter Gewers von zweirad Gewers in Wüllen erzählt. Das deckt sich auch mit dem, was Ihr uns über Facebook, Instagram und Whatsapp geschrieben und erzählt habt. Viele von Euch nutzen gerade sehr gerne das Fahrrad.

Karla schreibt:

Ich fahre nur noch mit dem Rad

Stefan schreibt:

Ich fahre in der Woche mehr als 350km Rad, das muss reichen

Sarah schreibt:

Das habe ich bisher immer getan...Regelmäßige Radtouren mit den Kids

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... als Urlauber

Wegen der Coronakrise konnten viele von uns nicht in ihren geplanten Urlaub fahren. Ab dem 15. Juni endet jetzt aber die Reisewarnung. Das heißt wir können praktisch wieder ins Ausland fahren: was macht ihr? Fahrt ihr in den Urlaub oder bleibt ihr zu hause?

" Es gibt natürlich auch viele die noch verunsichert sind, weil noch nicht alles raus ist wie`s genau ablaufen wird. Also es sind noch gemischte Gefühle eigentlich da, aber wir merken, dass der Wunsch immer größer wird."

Das hat uns Michaela Rotherm vom M und M Reisecenter Borken erzählt.

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... als Taxifahrer

Durch Corona fallen ja gerade viele Partys aus. Tja und damit fällt auch die Taxifahrt nach hause weg, aber trotzdem haben die Taxifahrer noch gut zu tun, 50 % des Umsatzes bleibt, sagt Norbert Ebbing - von Taxi Ebbing in Borken, die machen noch sehr viele Krankenfahrten, aber Taxifahren ist definitiv anders als sonst, allein schon im Taxi.

"Wir haben einen Spuckschutz im Auto, also sprich der Fahrer ist durch eine Plexiglasscheibe getrennt von den Gästen. Dann werden nach jedem Fahrgast die Türklinken hinten desinfiziert mit so Flechendesinfektionsmittel und nach der Schicht der ganze hintere Innenraum."


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... als Camper

Die Camper und Wohnmobilisten: ein Volk mit dem Nina Röwekamp von der Freizeitanlage Dreiländersee in Gronau täglich zu tun hat und auf die sie sich ab heute wieder extrem freut.

"Die Camper sind auch eher so ein spontanes Völkchen."



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... in Gärtnereien

Es gab Verlierer der Krise. Kitas wo kaum was los war, Friseure wo kaum Geld rein kam - aber es gab auch Gewinner in dieser Zeit - Gewinner, die gar nicht so genannt werden wollen, die aber unheimlich viel zu tun hatten und immernoch haben: Zum Beispiel Gärtnereien.

"Es haben Leute wiedr ihren Garten bearbeitet, die gefühlt fünf bis zehn Jahre nichts gemacht haben"

Hat uns Klaus Ickemann vom Gartencenter Hilgert in Ahaus erzählt.

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...als Veranstaltungstechniker

Keine andere Branche wurde vom Lockdown und dem Kontaktverbot so sehr getroffen wie die Event-Szene. Der März war der Horror sagt Frank Schwämmle von Audiokonzept in Ahaus. Es mussten Leute gehen, andere in Kurzarbeit - nichts fand mehr statt - aber anstatt aufzugeben, fand das Team zusammen mit treuen Stammkunden eine Lösung: Man übernahm und professionalisierte die Präsentationen der Unternehmen als Streaming im Netz und aufrüsten von Konferenzräumen. Und seine zweite Einnahmemöglichkeit: Die Bühnentraversen die, weil sie nicht gebraucht werden, im Lager stehen, hat Audiokonzept umgebaut in Desinfektionsmittel-Spendehalter. Auch damit werden Einnahmen generiert, mit denen Audiokonzept versucht, sich über Wasser zu halten.

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... auf dem Wertstoffhof

Ein Thema wird gerade in vielen Nachbarschaften besprochen: Müll. Wir hatten alle während dem Lockdown etwas mehr Zeit und deshalb haben sich viele mit dem Auseinandergesetzt, was weg muss. Sperrmüll aus dem Keller, der Garage oder dem Schuppen. Da ist einiges zusammen gekommen und deshalb hatten die Wertstoffhöfe bei uns im Westmünsterland Hochkonjunktur. Das hat auch Martin Idelmann von der Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland in Gescher-Estern schnell bemerkt. "Wir hatten während der Coronazeit wirklich eine sehr stressige Zeit" hat er uns im Interview gesagt. Auch Hubertus Reloe vom Entsorger Stenau in Ahaus ist aufgefallen, dass deutlich merh Müll abgeliefert wird. Aber nicht nur Sperrmüll sondern auch Plastikverpackungen sind mehr geworden!

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... in der Grundschule

Sie ist jetzt fast vorbei. Die erste Woche in der wieder alle Grundschüler bei uns im Westmünsterland täglich in der Schule waren. Und vermutlich war es auch die erste Woche überhaupt, in der die Schüler traurig sind, dass bald schon wieder Wochenende ist. Denn die Woche tat den Schülern und auch den Lehrer richtig gut. Das hat uns Petra Roters, die Schulleiterin der von Galen Schule in Gescher gesagt. "Die Kinder haben sich unheimlich gefreut sich als Klasse noch mal wieder zu erleben. Diese Freude merkt man den Kindern an. Sie sind unfassbar gesellig, sie haben unfassbar viel Redebedarf" sagt sie. Auch an der Bischof Martin Grundschule Heek ist das Zwischenfazit positiv. Die Kinder haben Spaß und auch von den Eltern kommen ehr positive Rückmeldungen sagt Schulleiterin Bernadette Nabers.

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... als werdende Mutter

Krankenhaus - Corona - Geburt. Das ist eine Kombination, die man sich nicht unbedingt wünscht. Aber was will man machen - das Kind kommt ja. Deshalb beschäftigen wir uns heute mit dem Thema: Wie habt Ihr die Geburt erlebt in der Coronazeit? Es sind reichlich Reaktionen bei uns eingegangen. Über Whatsapp, Facebook, Instargam und per Mail. Eure Erfahrungen hier zum Nachhören:

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...als Veranstaltungsunternehmen

Wir alle vermissen wahrscheinlich im Moment besonders die vielen schönen Veranstaltungen, die in diesem Jahr ausfallen müssen. Konzerte, Festivals, Stadtfeste, Kulturausstellungen - die Liste ist unendlich lang. Doch was, wenn man all diese Veranstaltungen nicht nur vermisst, sondern abhänig von Ihnen ist? Viele Veranstaltungsunternehmen, auch hier bei uns im Westmünsterland, leiden unter der momentanen Situation.


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...im Stadtmarketing

Am Montag (22.06) haben wir schon mit Euch über die Veranstaltungsunternehmen gesprochen. Unter anderem ging es dabei natürlich auch um unsere beliebten Stadtfeste. Wir haben heute Morgen (23.06) mit euch darüber gesprochen, was zum Beispiel die Stadt Rhede im Moment auf die Beine stellt.

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...als Mitarbeiter im Schlachtbetrieb

Wir alle kennen die hohen Corona-Zahlen der Schlachthöfe in den letzten Monaten. Gerade jetzt, wo in Gütersloh durch einen Schlachthof der Lockdown zurück geholt wurde, ist das Thema natürlich nochmal präsenter denn je. Was wir natürlich nicht wissen - Wie sieht es eigentlich wirklich hinter den Türen der Schlachthöfe aus? Morningshow Moderator Daniel Krawinkel sitzt an der Quelle: Sein Vater arbeitet als Elektriker in einem Schlachthof. Wir haben Ihn gefragt: Wie ist die Realität hinter den Türen der Schlachthöfe?

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...in der Kita

Seit den letzten Wochen hat sich einiges getan in Sachen Corona-natürlich auch in unseren Kitas. Die Verordnungen dort bringen aber nicht nur den Kita Alltag durcheinander, sondern vorallem den der Eltern. Kinder müssen nämlich laut der Landesregierung aus der Kita abgeholt werden, wenn z.B nur die Nase läuft. Wir Fragen uns heute Morgen "Übertrieben oder gerechtfertigt?" - Wir haben mit Euch drüber gesprochen.

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...im Freibad

Endlich ist es soweit: Die Sonne ist da und wir können ins Freibad - natürlich nur unter Auflagen, aber besser als garnicht, oder? Wir haben mit Euch und Schwimmeister Jörg Mausolf drüber gesprochen.

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Jetzt wo es auf den Herbst zu geht, ziehen die Freibäder eine erste Bilanz. Wir haben mir Badleiter Franz-Josef Bülter vom AquAHAUS gesprochen.

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...beim Ordnungsamt

Einerseits weiß man ja, dass wir uns mit der aktuellen Situation arrangieren müssen, aber das fällt nicht so leicht. Man möchte sich ja auch gar nicht daran gewöhnen, wie es gerade ist. Deshalb gibt es gerade bei vielen den Anflug eines "Lagerkollers". Deswegen steigen auch grad wieder die Zahlen! Die Menschen wollen raus und möchten nicht mehr in dem Maße kontrolliertwerden und das wiederum ist schlecht für die, die kontrollieren müssen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Ordnungsämtern bei uns im Westmünsterland. Wir haben mal nachgehorcht, was sich seit März im Job eines "Ordnungsamtsmenschen" geändert hat. Wir haben uns gedacht: Das muss doch heftig sein! Christian Richters, Leiter vom Ordnungsamt Heiden, sagt "ja - aber funktioniert". Im Moment zeichnen sich aber auch zwei lager ab: die einen, die noch immer sehr vorsichtig und am liebsten zu Hause sind mit riesen Respekt vor Corona und die anderen halt.

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...im Krankenhaus

Es ist jetzt ein halbes Jahr her, dass auch hier im Westmünsterland viele auf den Balkon oder auf die Straße gegangen sind, um zu klatschen! Haben wir gemacht als Ausdruck unseres Respekts für Menschen wie Viktoria. Sie kommt aus Bocholt ist Krankenpflegerin und arbeitet auf einer Intensivstation in Norddeutschland. Sie ist dankbar für die Anerkennung. Wirklich geändert hat sich dadurch aber leider nichts.

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...in der Schule

Inzwischen haben die Schulen ja wieder normal geöffnet aber die Sorge davor, dass die eigene Schule zum Corona-Hotspot werden könnte ist vorhanden. Bei Schülern, Eltern und natürlich auch bei den Lehrern. Wie das abläuft und wie man sich fühlt, wenn an der eigenen Schule ein Corona-Fall auftaucht, das musste Jochen Wilsmann miterleben. Der Schulleiter hatte einen Corona-Fall im Kollegium. Über 130 Schüler wurden durch den Kreis getestet. Inzwischen hat sich die Lage aber wieder beruhigt. Das ausführliche Interview mit Jochen Wilsmann, dem Schulleiter das Geschwister Scholl Gymnasiums in Stadtlohn, findet Ihr hier.

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...beim Gesundheitsamt

Heute (12.10) haben wir in unserer Reihe "Alltag.Aber irgendwie anders" mit Reinhild Wantia gesprochen. Sie arbeitet seit über 25 Jahren da, wo grade jetzt in der Corona Pandemie eine Menge Arbeit anfällt -beim Gesundheitsamt. Dort bemüht Sie sich mit vielen anderen Mitarbeitern des Kreises darum, die uns allen bekannte Infizierten Kurve weiterhin niedrig zu halten. Von der Kontaktaufnahme über Befragungen der Infiziertin bis hin zur Telefonischen übermittlung, dass ab jetzt Quarantäne angesagt ist, ist alles dabei. Da stoßen Sie schon manchmal an Ihre Grenzen, so Wantia.

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...Als Schausteller

Dean und Leon haben Bock- Und das auf Kirmes! Schokoerdbeeren, gebrannte Mandeln, Popkorn und vieles mehr zu verkaufen, ist nämlich nicht nur Ihr Hobby. Sie haben sich vor drei Jahren mit der kleinen Hütte Selbstständig gemacht. In Zeiten von Corona gabs natürlich einige Rückschläge. Silvia Ochlast hat mit einem der Brüder gesprochen. Leon ist 24 Jahre alt und steigt zusammen mit seinem Bruder in die sechste Familiengeneration als Schausteller ein.

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