Alltag. Aber irgendwie anders.
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Alltag. Aber irgendwie anders.

Vieles ist zur Zeit anders. Wir leben anders. Unser ganzer Alltag ist anders. Wie erlebt Ihr diese Zeit? Was hat sich für Euch verändert? Wir sprechen mit Westmünsterländern genau darüber.

Veröffentlicht: Donnerstag, 17.09.2020 05:31

... als Gastronom

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Ralf Schwinning aus Rhede, Besitzer des Restaurants "Trüffel und Bohne", ist von der Coronakrise stark betroffen. Am liebsten möchte er natürlich sofort wieder öffnen, gleichzeitig versteht er die getroffenen Maßnahmen.

"Natürlich, das Restaurant ist geschlossen. Die Kochschule ist geschlossen. Wir haben jetzt schon seit sieben Wochen keine Kochkurse mehr gemacht. Wir haben keine Gäste mehr gesehen. Wir sind halt alle sehr traurig."

Gleichzeitig ist Ralf Schwinning dankbar, dass so viele auf den Abhol- und Lieferdienst zurückgreifen. Das hilft, sagt er.

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Alltag. Aber irgendwie anders.
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"Es hilft, dass die Gäste Essen bestellen"
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"Ich bin überrascht, die Zeit geht schnell um"
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... als Lehrer

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Lehrer Sebastian Hüls unterrichtet am Euregio Gymnasium in Bocholt und sagt ganz klar, dass dieses plötzliche Homeschooling auch für die Schüler am Anfang heftig war. Er jedenfalls freut sich auf seine Schüler.

"Das ist ein großes Gefühl von Freude. Einfach auch weil man die Schüler wieder sieht: Man sieht die Abiturienten wieder, man kann wieder seinen Beruf einfach ausüben, man kann Kindern Dinge erklären, man kann Fragen beantworten, man kann mit denen diskutieren, mit denen lachen, wenn auch hinter Masken. Das ist einfach trotzdem ein total schönes Gefühl, dass die Kinder wieder in der Schule sind."
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"Das hat mit Ferien überhaupt nichts zu tun"
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"Es ist ein großes Gefühl von Freude"
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... als Eltern

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Eltern sein - das hat sich definitiv seit März verändert. Eltern wie Frank Merx aus Reken haben es zu dieser Zeit besonder schwer. Er zählt zu einer vergessenen Gruppe von Eltern, die schwerst behinderte Kinder haben.

"So genannte normale Kinder verlangen ja auch schon ihre Dinge und verstehen nicht warum darf ich jetzt nicht raus, warum darf ich nicht mich mit Freunden treffen et cetera. Das ist natürlich bei behinderten Kindern nochmal ne Stufe intensiver."
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Alltag. Aber irgendwie anders.
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"Nach Hilfe fragen ist nicht immer leicht"
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"Das kommt es bald zu unmenschlichen Situationen"
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... als Stammtisch

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Es ist ja schon erstaunlich, wie wir Westmünsterländer unseren Alltag in dieser Zeit neu geordnet haben. Das Beste draus machen- sagt Silvia aus Bocholt, die mit ihrem Stammtisch "wilde 13" auch einfach mal improvisiert hat. Man trifft sich woanders - hat sie uns erzählt.

"Ja tatsächlich am meisten über Whatsapp und vornehmlich über irgendwelche Challenges die wir uns irgendwie einfallen lassen"
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"Das ein oder andere Lachtränchen"
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"Dann können wir uns auf 2021 freuen"
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...als Erzieher

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Zugegeben: Abstand halten fällt auch uns immer schwerer. Dass die Abstandsregeln in manchen Bereichen aber garnicht erst umzusetzen sind, weiß Sigrid Kampshoff, Leiterin der DRK Kita Regenborgen.

Windeln wechseln, naseputzen, trösten, umziehen- das alles klappt eben nicht ohne Körperkontakt.

"Ich glaube alle brauchen ein wohl besonnenes und ruhiges umgehen mit der Situation, aber auch einen normalen Kita Alltag."
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Die Erzieher gehen schon mit einem anderen Gefühl zur Arbeit
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"Es ist natürlich schon arbeitsintensiver"
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...in der Brennerei

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Rüdiger Sasse, Chef der Feinbrennerei Sasse in Schöppingen, hatte seine Mitarbeiter schon in 100 Prozent Kurzarbeit geschickt, als er dem Hilferuf der Kassenärtzlichen Vereinigung nachkam. Von Heute auf Morgen stellte er seinen ganzen Betrieb auf den Kopf und Produzierte statt leckerem Lagerkorn nun Desinfektionsmittel. Er hat mit uns über diese Umstellung und den großen Rückruf seiner Mitarbeiter gesprochen.

Aufgrund dieses Desinfektionsthemas mussten wir die Mitarbeiter anrufen und sagen:"Kommt schnell zurück, wir müssen an die Abfüllmaschiene!"
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"Nicht lang quatschen, machen!"
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"Wir haben ein super Team!"
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...auf dem Bau

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Am Mittwoch (13.05.) haben wir Einblicke in den irgendwie anderen Alltag auf der Baustelle bekommen. Marvin, Mauerer bei MD Bau Borken hat mit uns über die derzeitige Situation gesprochen - Er vermisst vorallem das gemeinsame Frühstück mit seinen Kollegen.

"Wir haben das sonst gerne, dass wir alle zusammen mal zwischendurch einen Kaffee trinken. Das spart man sich ja derzeit momentan auf."
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"Die Aufträge fallen genauso weg"
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"Viele Auftraggeber die jetzt vorsichtiger werden!"
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...im Kino

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Mal schnell an einem Samstagabend zum nächsten Kino fahren, Nachos essen ,Cola trinken und den Film genießen, geht im Moment natürlich nicht. Es gibt aber eine coole Alternative - Autokinos. Und von denen gibt es auch hier im Westmünsterland ne ganze Menge. Wir haben mit Levent vom Kinodrom in Bocholt gesprochen. Er ist sich sicher: Das Autokino kommt gut an.

Das Feedback it fenomenal, nur positiv (...) unser Server ist für zwei Stunden ausgefallen, weil wir so viele Anfragen hatten"
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"Die Bocholter sind durchweg begeistert"
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"Zeugnisausgabe im Autokino"
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...im Sportverein

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Am Samstag (15.05) startet die Bundesliga nach Wochen wieder voll durch. Zwar sind alle Spiele Geisterspiele, aber das macht Tim Winking, Kapitän des FC Bocholt nichts aus. Er freut sich vor allem darauf, wieder gemütlich vor dem Fernseher zu sitzen und das Spiel zu genießen.

"Ich freu mich jetzt richtig drauf. Samstag 15.30Uhr einfach wieder auf der Couch sitzen und das ganze genießen."
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"Ich mach deutlich mehr als vorher"