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Wilder Müll bleibt Problem
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Wilder Müll bleibt Problem

Altreifen, Kühlschränke, Bauschutt oder Kanister: Illegale Müllkippen sorgen auch im Kreis Borken immer wieder für Ärger. Die Kommunen müssen den Abfall beseitigen - und das kostet jedes Jahr viel Geld.

Veröffentlicht: Montag, 03.08.2026 05:32

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Von Bocholt bis Heiden ein Thema

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Illegale Müllentsorgung ist in vielen Städten und Gemeinden im Kreis Borken ein Dauerärgernis. Besonders deutlich beschreibt es Bocholt: Dort müssen nach Angaben der Stadt fast täglich kleinere oder größere wilde Müllkippen beseitigt werden. In Rhede werden im Schnitt rund 20 Fälle pro Jahr gemeldet, in Stadtlohn gab es im vergangenen Jahr zehn größere Ablagerungen. Auch aus Heiden ist von wöchentlichen Sichtungen die Rede. Gefunden werden dabei ganz unterschiedliche Dinge - zum Beispiel Altreifen, Farben und Lacke, Haushaltsgeräte, Sperrmüll, Bauschutt oder auch Lebensmittelreste. Genaue Zahlen gibt es oft trotzdem nicht, weil viel Müll direkt von den Bauhöfen eingesammelt wird und nicht immer vollständig statistisch erfasst wird.

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Auch Borken und Isselburg kämpfen mit dem Problem

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Auch andere Kommunen im Kreis schildern ähnliche Erfahrungen. Die Stadt Borken erfasst die Zahl illegaler Müllablagerungen zwar nicht statistisch, berichtet aber von steigenden Kosten. Beim Bauhof lagen die Personal- und Sachkosten dort 2023 noch bei rund 7.800 Euro, 2025 waren es schon mehr als 17.000 Euro. In Isselburg wurden für 2024 und 2025 jeweils vier Fälle gemeldet, in diesem Jahr bislang drei. Dort kümmert sich der städtische Bauhof gemeinsam mit einem externen Entsorger um die Beseitigung. Die Kommunen setzen vor allem auf Aufklärung, Hinweise auf legale Entsorgungsmöglichkeiten und Kontrollen an bekannten Problemstellen. Ganz verhindern lassen sich wilde Müllkippen nach ihren Angaben aber bislang nicht.

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Vorsicht bei unbekannten Behältern

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Besondere Vorsicht ist geboten, wenn irgendwo Kanister, Fässer oder andere Behälter mit unbekanntem Inhalt entdeckt werden. Julia Hoffboll von der Kreispolizei Borken rät in solchen Fällen, Abstand zu halten und direkt die Polizei zu informieren. Ob es sich um harmlosen Abfall oder möglicherweise um gefährliche Stoffe handelt, müsse immer im Einzelfall geprüft werden. Für die Kommunen ist das Problem nicht nur ärgerlich, sondern auch teuer. In Bocholt werden für größere illegale Müllablagerungen in diesem Jahr rund 35.000 Euro Entsorgungskosten erwartet. In Stadtlohn lagen die Aufwendungen zuletzt bei mehr als 17.000 Euro. Dazu kommt der personelle Aufwand in Bauhöfen und Verwaltungen. Klar ist deshalb: Zahlen müssen am Ende alle mit - über Gebühren und öffentliche Kosten.

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Gronau meldet steigende Zahl von Verfahren

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Auch in Gronau beschäftigt illegale Müllentsorgung die Stadt zunehmend. Eine genaue Gesamtzahl aller Fälle gibt es zwar nicht, weil vieles direkt beseitigt wird und nur bei konkreten Hinweisen auf Verursacher ein Verfahren eingeleitet werden kann. Dennoch zeigt sich eine klare Entwicklung: 2025 wurden in Gronau 30 Ordnungswidrigkeitsverfahren eröffnet, in diesem Jahr sind es bereits 62. Dazu kommen hohe Kosten - unter anderem für die Reinigung von Containerstandorten, wilden Müllkippen und die Entleerung öffentlicher Papierkörbe.

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