
Wie gut sind wir auf eine Katastrophe vorbereitet?
Stromausfall, Hochwasser oder Cyberangriff – wie gut ist der Kreis Borken auf solche Krisen vorbereitet? Genau das steht am Abend auf der Tagesordnung im Kreis Sicherheitsausschuss. Dort wird der erste Katastrophenschutzbedarfsplan für den Kreis vorgestellt.
Veröffentlicht: Montag, 02.06.2025 04:32
Die Szenarien
Der neue Katastrophenschutzplan des Kreises Borken geht solchen Fragen systematisch nach und legt fünf realistische Krisenszenarien zugrunde: vom Blackout über Pandemie bis zur Hitzewelle. Die Analyse zeigt, wo es hakt: fehlende Notstromversorgung, unklare Evakuierungswege, keine einheitliche Kommunikation im Ernstfall. Gelöst werden könnte das unter anderem durch Satellitentelefone für Kommunen oder neue Einsatzpläne für Krankenhäuser. Der Maßnahmenkatalog listet zahlreiche konkrete Punkte zur Verbesserung auf, die in den nächsten 5 Jahren umgesetzt werden könnten. In dem Katastrophenschutzbedarfsplan wurden insgesamt fünf Krisenlagen analysiert. Darunter ein großflächiger Stromausfall im Winter, eine Pandemie oder eine Hitzewelle mit über 90 Todesfällen. Die Studie zeigt: Besonders kritisch wären Ausfälle bei Strom, IT und medizinischer Versorgung. Der Kreis wäre aktuell stark gefordert, vor allem, wenn mehrere Systeme gleichzeitig betroffen sind.