
Volkshochschulen im Land in Finanznot - wie sieht es im Kreis aus?
Viele Volkshochschulen in NRW stehen finanziell unter Druck, weil das Land seine Zuschüsse trotz steigender Kosten nicht erhöht hat. Eine RADIO WMW-Nachfrage zeigt: Im Westmünsterland gehen Gronau und Ahaus mit der Lage ganz unterschiedlich um.
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Gronau hebt Gebühren an
Bei der Euregio-VHS Gronau sind die Gebühren zum 1. August 2026 um zehn Prozent gestiegen. Hintergrund ist ein politisches Ziel aus den Haushaltsberatungen: Die VHS soll einen höheren Teil ihrer laufenden Ausgaben selbst decken. Für einen typischen Kurs mit zwölf Terminen heißt das konkret: Kreativ- und Gesundheitskurse kosten statt bisher 67 jetzt 74 Euro, Sprach- und EDV-Kurse statt 91 jetzt 102 Euro. Die VHS betont, dass sie trotzdem weiterhin ein breites Angebot für möglichst alle Bevölkerungsschichten anbieten wolle. Dazu gehörten auch gebührenfreie, bezuschusste und ermäßigte Kurse.
Ahaus sieht sich gut aufgestellt
Deutlich entspannter ist die Lage nach Angaben des aktuellen forum VHS in Ahaus. Dort übernehmen die beteiligten Kommunen seit Jahren zwischen 30 und 40 Prozent des jährlichen Finanzbedarfs. Das Modell funktioniert als Fehlbetragsfinanzierung: Wenn Einnahmen aus Gebühren und Fördermitteln nicht ausreichen, gleichen die Kommunen den Rest aus. Auch in Ahaus steigen die Teilnahmeentgelte regelmäßig, allerdings planmäßig im Zwei-Jahres-Rhythmus und orientiert an den Tarifsteigerungen im öffentlichen Dienst. Die nächste Erhöhung ist dort erst zum 1. Januar 2027 vorgesehen.