
Mehr Tote und Schwerverletzte
Von den 24 Todesopfern waren neun, die mit einem Fahrrad bzw. Pedelec verunglückt sind. Diese traurige Bilanz hat heute die Kreispolizei bei einer Pressekonferenz in Borken gezogen. Sie hat deshalb in Zukunft vermehrt Schwerpunktkontrollen für Radfahrer angekündigt. Unfallschwerpunkte waren vor allem Bocholt, Borken, Gronau, Rhede und Heiden. Auch die Zahl der Schwerverletzten ist angestiegen, sie hat im 10 Jahres-Vergleich einen neuen Höchststand erreicht.
Zunahme auch bei den Rad- bzw. Pedelecunfällen
Die verunglückten Rad- bzw. Pedelecfahrer stellen im Kreis Borken mit über 43 Prozent den höchsten Anteil der verunglückten Verkehrsteilnehmer dar. Mehr verletzte Pedelec- bzw. Radfahrer ist eine Entwicklung, die im Kreis Borken seit 2023 anhält. Aber auch damit zu tun hat, dass immer mehr Menschen aufs Rad steigen. Etwa jeder Dritte im Kreis benutzt sein Fahrrad für kurze Strecken, also zur Arbeit oder zur Schule. Und auch in der Freizeit wird gerne radgefahren. Die Polizei hat es neben den klassischen Rädern auch immer häufiger mit E-Tretrollern und Fatbikes zu tun. Auch in diesen Gruppen ist die Zahl der Unfälle im letzten Jahr angestiegen, sagt die Statistik. Deshalb will die Kreispolizei die Schwerpunktkontrollen erhöhen und noch mehr Vorbeugungsarbeit leisten.
