
Unfallflucht ist weiter ein Problem im Kreis
In Epe wurde vor wenigen Tagen (11.06.2026) ein 16-jähriger Mofafahrer von einem silbernen Familienvan erfasst und schwer verletzt.
Anstatt dem Jugendlichen zu helfen, fuhr der Fahrer des Vans einfach weiter. So etwas kommt zum Glück nicht oft vor, aber Unfallfluchten sind ein großes Problem.
Veröffentlicht: Samstag, 13.06.2026 08:02
Unfallflucht bei jedem fünften Verkehrsunfall
Bei jedem fünften Verkehrsunfall hier im Westmünsterland flüchtet der Verursacher. In den ersten vier Monaten des Jahres verzeichnete die Kreispolizei Borken fast 570 Unfallfluchten - die meisten bei Unfällen mit Sachschäden. Aber manche Fahrer hauen auch ab, obwohl jemand verletzt wurde, anstatt zu helfen oder Hilfe zu holen. Dadurch geht für das Opfer wertvolle Zeit verloren.
Hohe Aufklärungsquote
Gerade auf größeren Parkplätzen kommt es häufig zu Unfallfluchten. Die Sachschäden sind da zwar meist gering, aber der Ärger für den Besitzer des beschädigten Autos groß. Das Strafmaß für Unfallflucht liegt bei Geldbußen bis hin zu drei Jahren Gefängnis. Je nach Schwere der Tat ist auch ein Führerscheinentzug möglich und die Versicherung kann Leistungen kürzen oder Regressforderungen stellen. Und die Entdeckungsgefahr ist hoch. Die Aufklärungsquote bei Unfallfluchten hier im Kreis gehört zu den höchsten in NRW.
Gute Beschreibung hilft bei Aufklärung
Jugendliche begehen bei uns im Kreis häufig mit dem Fahrrad oder E-Bike Unfallflucht. Wer so etwas mitbekommt, kann der Polizei mit einer genauen Beschreibung des Flüchtenden und des Fahrrads bei der Aufklärung helfen. Für Jugendliche kann eine Unfallflucht dazu führen, dass es schwieriger wird, einen PKW-Führerschein zu bekommen.