
Stellungnahme Naturschützer zu Wolfabschuss
Von einem flächendeckenden und funktionstüchtigen Herdenschutz ist man in den NRW-Wolfsgebieten und gerade auch im Raum Schermbeck weit entfernt. Dies sei aber Voraussetzung um überhaupt einen Abschuss von Wölfin Gloria in Erwägung ziehen zu können, heißt es in einer Stellungnahme der Natur- und Umweltschutzverbände.
Veröffentlicht: Dienstag, 21.11.2023 14:19
Eindeutige Beweise
BUND, LNU und NABU NRW verlangen im Fall Gloria eindeutige Beweise für eine Überwindung des empfohlenen Herdenschutzes. Außerdem sei ein Abschuss keine Lösung und dürfe nur das letzte Mittel sein. Denn einmal besetzte Wolfsreviere würden von anderen Wölfen wieder besetzt. Und auch diese würden bei unzureichendem Herdenschutz ebenfalls lernen, Weidetiere als Beute zu sehen. Die Naturschützer rufen die Landesregierung dazu auf, endlich ganz NRW als Fördergebiet auszuweisen. Und die Tierhalter seien in der Pflicht, die vom Land zur Verfügung gestellten Mittel zu nutzen, um ihre Nutztiere wolfssicher zu schützen.