
Stadt Bocholt erstattet Anzeige
In der Nacht von Donnerstag, 18. Januar, auf Freitag wurde in das Kanalnetz der Stadt Bocholt offenbar Heizöl oder Diesel widerrechtlich eingeleitet. Die Stadt Bocholt hat Anzeige erstattet, weil jemand Diesel oder Heizöl in die Kanalisation geleitet hat. In der Kläranlage haben sie das Ganze schnell erkannt und sofort Maßnahmen ergriffen. Im schlimmsten Fall nehmen Umwelt und Kläranlage aber massive Schäden von den Schadstoffen im Wasser.
Veröffentlicht: Dienstag, 23.01.2024 06:48
Kläranlage stundenweise eingeschränkt
Durch sofort eingeleitete Schutzmaßnahmen konnte die biologische Klärung der Kläranlage vor größeren Schäden bewahrt werden. Dennoch musste der Zufluss in die Kläranlage für mehrere Stunden unterbrochen werden, bevor die Zulaufpumpwerke langsam wieder angefahren werden konnten.
Die eingeleiteten Maßnahmen verhinderten effektiv, dass ölhaltige Stoffe ins umliegende Gewässer gelangen. Umgehend sicherte die Stadt Bocholt Wasserproben und informierte die Obere Wasserbehörde der Bezirksregierung Münster über den Vorfall.
Die Stadt Bocholt hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Das Einleiten von Ölen, Treibstoffen und ähnlichen Stoffen in das Kanalnetz ist illegal und gefährdet nicht nur die Umwelt, sondern auch den reibungslosen Betrieb der kommunalen Kläranlage, erklärt der ESB. Dem Verursacher drohen empfindliche Strafen.
Stoffe müssen speziell entsorgt werden
Öl oder Diesel erfordern spezielle Entsorgung. Bereits ein Liter Öl kann eine Million Liter Wasser verunreinigen. Die Stadt Bocholt appelliert deshalb an die Bevölkerung, solche Stoffe ordnungsgemäß über Spezialfirmen zu entsorgen, um Umweltschäden zu vermeiden.