
Rhede warnt vor Verwechslung
Auffällige Gespinste an Sträuchern und Bäumen sorgen derzeit in Rhede für Verunsicherung. Viele Bürgerinnen und Bürger melden vermeintliche Nester des Eichenprozessionsspinners bei der Stadt. In vielen Fällen handelt es sich jedoch um Gespinstmotten, die für Menschen ungefährlich sind.
Veröffentlicht: Dienstag, 16.06.2026 13:07
Gespinstmotten statt EPS
Beim Ordnungsamt der Stadt Rhede gehen aktuell vermehrt Hinweise auf mögliche Nester des Eichenprozessionsspinners ein. Bei Kontrollen vor Ort zeigt sich jedoch immer wieder, dass es sich stattdessen um Gespinste der Ginstermotte oder anderer Gespinstmotten handelt. Diese sehen dichten Spinnweben ähnlich und überziehen häufig Sträucher, Hecken sowie einzelne Bäume. Für Menschen und Tiere sind Gespinstmotten unbedenklich. Ihre Raupen sind fast kahl und tragen keine giftigen Brennhaare. Anders verhält es sich beim Eichenprozessionsspinner: Dessen Raupen besitzen feine Haare mit Nesselgift, die allergische Reaktionen auslösen können. Außerdem befällt der Eichenprozessionsspinner ausschließlich Eichen.
Merkmale helfen bei der Unterscheidung
Auch an ihrem Vorkommen lassen sich die Arten gut unterscheiden. Gespinstmotten finden sich vor allem an Sträuchern, Hecken, Obstbäumen, Weiden oder Pappeln. Ihre Gespinste glänzen silbrig und überziehen oft Äste, Zweige und kahlgefressene Pflanzenteile. Die Verpuppungsgespinste des Eichenprozessionsspinners sitzen dagegen am Stamm von Eichen und treten meist erst später im Jahr auf. Nach Angaben des Fachbereichs Öffentliche Sicherheit und Ordnung ist die Zahl der Nester des Eichenprozessionsspinners in Rhede in den vergangenen Jahren leicht zurückgegangen. Bekannte Hotspots werden im Frühjahr vorbeugend behandelt. Werden Nester an sensiblen Orten wie Spielplätzen, Kindergärten oder anderen öffentlichen Bereichen entdeckt, beauftragt die Stadt eine Fachfirma mit der Beseitigung.