
Radschnellweg RS2 Thema in Borken und Bocholt
Der geplante Radschnellweg RS2 von Isselburg bis Coesfeld beschäftigt heute (15.04.26) gleich zwei Städte im Kreis Borken. In Borken informiert die Stadt am Abend über den Streckenverlauf im Stadtgebiet. In Bocholt geht es im Haupt- und Finanzausschuss um Kritik am Abschnitt zwischen Bocholt und Rhede.
Veröffentlicht: Mittwoch, 15.04.2026 03:23
Bürgerinfo in Borken, politische Debatte in Bocholt
RS2 seit Jahren geplant
Der Radschnellweg RS2 ist im Westmünsterland schon lange im Gespräch. Bekannt geworden ist das Projekt im Rahmen der Regionale 2016 unter dem Namen Regio.Velo. Geplant ist eine schnelle Radverbindung über rund 60 Kilometer von Isselburg über Bocholt, Rhede, Borken, Velen und Gescher bis nach Coesfeld.
Strecke orientiert sich an alter Bahntrasse
Nach Angaben des Kreises Borken soll die Strecke weite Teile der früheren Bahntrasse nutzen, die in den 1980er Jahren stillgelegt wurde. Ziel ist es, den Radverkehr im Alltag attraktiver zu machen und mehr Menschen zum Umstieg vom Auto aufs Fahrrad oder E-Bike zu bewegen. Wo es möglich ist, sollen dafür auch bestehende Radwege genutzt und ausgebaut werden.
Borken informiert über Planungsstand
In Borken lädt die Stadt heute Abend (15.04.26) zu einer Bürgerversammlung in die Stadthalle Vennehof ein. Dort soll es um die vorgesehene Linienführung im Stadtgebiet und um den aktuellen Planungsstand gehen.
Soziale Liste fordert Neubewertung
Auch in Bocholt steht der RS2 heute (15.04.26) auf der Tagesordnung. Die Soziale Liste Bocholt will im Haupt- und Finanzausschuss eine Neubewertung der bisherigen politischen Entscheidungen zum Streckenabschnitt zwischen Bocholt und Rhede anstoßen. Die Wählergemeinschaft lehnt den Bau auf der Bahntrasse weiter ab. Sie warnt davor, dass eine spätere Reaktivierung für den Schienenverkehr damit praktisch verbaut werden könnte.
Beschlüsse in Bocholt und Rhede stehen
Die Räte in Bocholt und Rhede haben allerdings bereits mehrheitlich beschlossen, den Radschnellweg RS2 auf der Bahntrasse zu realisieren. Getragen wird das Projekt von mehreren Städten entlang der Strecke, der Kreis Borken koordiniert die Planungen.