
Prozessauftakt schwerer Raub in Ahaus
Nach dem Raubüberfall Mitte Februar auf ein Juweliergeschäft in Ahaus hat heute vormittag (15.08.) der Prozess gegen die beiden mutmaßlichen Täter begonnen. Die 18 und 23 Jahre alten Niederländer sind wegen gemeinschaftlichen schweren Raubs angeklagt. Der Prozess findet vor der Jugendkammer des Landgerichts Münster statt.
Veröffentlicht: Montag, 15.08.2022 12:20
Täter legen umfangreiches Geständnis ab
Die beiden jungen Männer aus Rotterdam legten vor Gericht ein umfangreiches Geständnis ab. Zusätzlich zeigten sie Reue und entschuldigten sich bei dem geschädigten Juwelier. So schilderten beide Angeklagten, dass der Überfall auf das Juweliergeschäft in Ahaus nicht von langer Hand vorbereitet und geplant war, sondern erst einen Tag vorher. Der Ältere der beiden Angeklagten hatte Schulden bei harten Jungs in Rotterdam und suchte deshalb nach einem Ausweg, um an Geld zu kommen. Da kam ihm die Idee mit dem Überfall. Er besaß eine Schreckschusspistole und einen Vorschlaghammer, den jüngeren Mitangeklagten machte er zu seinem Komplizen. In Ahaus angekommen verbrachten sie die Nacht auf einem Parkplatz. Dort googelten sie nach einem Juwelier und wurden schließlich fündig. Um bis zur Geschäftsöffnung wach zu bleiben, hätten sie größere Mengen Drogen genommen, gaben sie vor Gericht an. Als es dann soweit war, sei alles anders gelaufen als geplant. Der Überfall lief aus dem Ruder und am Ende klickten die Handschellen der Polizei. Das Gericht hat auch noch zwei Zeugen zur Sache gehört, die konnten den Sachverhalt bestätigen. Der Prozess wird am 2. September fortgesetzt. Dann möchte das Gericht noch einen Drogen-Sachverständigen hinzuziehen und weitere Zeugen hören.