
Prozess nach Verfolgungsjagd startet
Vor dem Landgericht Münster muss sich ab Mittwoch (12.08.26) ein 28-jähriger Mann aus Vreden verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Totschlag vor. Es geht um eine Verfolgungsjagd und einen mutmaßlich mit Absicht angefahrenen Mann im März 2021.
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Verfolgung und Eskalation
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte zu einer größeren Gruppe gehört haben, die den späteren Geschädigten im März 2021 verfolgt haben soll. Hintergrund ist demnach, dass der Mann zuvor zwei Frauen bedroht haben soll. Die Situation eskalierte laut Anklage von einer Verfolgungsfahrt über Bedrohungen bis hin zu einem Vorfall auf einem Feld bei Rheine. Dort soll der 28-Jährige den Mann mit einem Auto erfasst und schwer verletzt haben. Laut Staatsanwaltschaft habe nur eine schnelle Notfallversorgung dem Opfer das Leben gerettet.
Warum es einen zweiten Prozess gibt
Mit dem Fall hatte sich das Landgericht Münster schon einmal beschäftigt. Damals stand zunächst der Halter des Fahrzeugs vor Gericht, weil die Ermittler davon ausgingen, dass er gefahren war. Er wurde allerdings freigesprochen, weil das Gericht nicht sicher feststellen konnte, wer am Steuer saß. Jetzt richtet sich die Anklage gegen den 28-Jährigen aus Vreden. Der Prozess beginnt am Mittwoch (12.08.26) vor dem Schwurgericht am Landgericht Münster.