
Bei dem einen sollte ein Bienennest beseitigt werden, bei dem anderen war ein Rohr verstopft. Die Mitarbeiter der beiden übers Internet gesuchten Dienstleistungsunternehmen waren auch schnell da und führten die Arbeiten auch durch. Danach verlangten sie Wuchersummen, die die Kunden sofort per Karte bezahlen sollten.
So schützt Ihr Euch:
Gerade in Notsituationen handeln Betroffene häufig unter Zeitdruck. Genau das nutzen unseriöse Anbieter aus.
Die Polizei empfiehlt deshalb:
- Informieren Sie sich möglichst vor der Beauftragung über das Unternehmen und lesen Sie Bewertungen kritisch.
- Achten Sie auf ein vollständiges Impressum mit nachvollziehbarer Firmenanschrift und Festnetznummer.
- Vereinbaren Sie möglichst vor Arbeitsbeginn einen verbindlichen Preis oder zumindest einen Kostenrahmen.
- Lassen Sie sich die einzelnen Leistungen und Kosten verständlich erläutern.
- Seien Sie besonders vorsichtig, wenn eine sofortige oder vollständige Zahlung bereits vor Beginn der Arbeiten verlangt wird.
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und unterschreiben oder bezahlen Sie nichts, wenn Ihnen Forderungen unangemessen hoch erscheinen.
- Holen Sie im Zweifel eine zweite Meinung oder ein weiteres Angebot ein.
- Bewahren Sie Rechnungen, Zahlungsbelege und vorhandene Kommunikationsdaten auf.
Wenn Ihr betroffen seid:
Die Kreispolizei Borken sagt:
- Wer den Verdacht hat, Opfer eines unseriösen Notdienstes geworden zu sein, sollte den Vorfall möglichst zeitnah bei der Polizei anzeigen.
-Sichern Sie vorhandene Unterlagen wie Rechnungen, Zahlungsbelege, E-Mails, Fotos oder Chatverläufe und wenden Sie sich gegebenenfalls auch an Ihre Bank, wenn die Zahlung per Karte erfolgt ist.
-Die Polizei weist darauf hin, dass ein hoher Preis allein nicht automatisch eine Straftat darstellt. Ob der Straftatbestand des Wuchers oder andere Delikte erfüllt sind, ist stets anhand der Umstände des jeweiligen Einzelfalls zu prüfen. Umso wichtiger ist es, verdächtige Sachverhalte frühzeitig zur Anzeige zu bringen.