
Preis der Herzlosigkeit an Westfleisch
Erst hat das Deutsche Tierschutzbüro Bilder von gequälten und vernachlässigten Schweinen veröffentlicht, die nach seinen Angaben in Westfleisch-Zulieferebtrieben aufgenommen wurden. Jetzt setzen die Tierschützer noch einen drauf. Sie versuchen den "Preis der Herzlosigkeit" Dienstag Morgen (11.10.22;10 Uhr) an Westfleisch in Münster zu verleihen.
Veröffentlicht: Dienstag, 11.10.2022 12:06
Update 11.10.22, 11.00 Uhr:
Am Vormittag hat das Deutsche Tierschutzbüro versucht, dem Schlachtunternehmen Westfleisch in Münster den diesjährigen "Preis der Herzlosigkeit" zu überreichen. Doch niemand aus dem Unternehmen wollte den Preis entgegennehmen. Westfleich sollte den Preis überreicht bekommen, weil die Tierschützer die Zustände bei 7 Zulieferbetrieben kritisieren. Es gibt Aufnahmen, die beweisen sollen, dass in diesen Mastbetrieben Schweine vernachlässigt, misshandelt und gequält werden
Vor der Firmenzentrale
Überreichen wollen die Tierschützer den Preis vor der Firmenzentrale am Fridtjof-Nansen-Weg. Bei dem Preis handelt es sich um ein ca. 40 cm hohes vergoldetes Schwein, welches mit Kunstblut übergossen wurde. Das Schwein steht auf einem schwarzen Sockel mit der Aufschrift: „Preis der Herzlosigkeit 2022 – Westfleisch". Neben dem Preis werden Schilder mit Fotos aus Westfleischbetrieben sowie ein Banner zu sehen sein. Die Tierschützer hatten schon vor einigen Wochen die Bilder veröffentlicht, die nach ihren Angaben in den Zulieferbetrieben gemacht wurden. Im Fokus steht dabei auch ein Landwirt aus Velen, der sich aber inzwischen zu den Vorwürfen nicht mehr äußert.