
Polizei zieht Bilanz
Uns geht es gut, wir sind gut aufgestellt. So fasst Polizeioberrat Daniel Sühling die Lage hier bei uns im Kreis Borken zusammen. Zum ersten Mal hat die Polizei heute (04.05.23) Zahlen zu ihrer Basisarbeit präsentiert, sprich: wie viele Bezirksdienstbeamte pro Einwohner gibt es in den Wachbereichen, wie viele Notrufe kommen rein, was passiert wenn ein Notruf reinkommt usw. Und dabei bleibt eine Zahl hängen: 66.825 Notrufe gab es im letzten Jahr.
Veröffentlicht: Donnerstag, 04.05.2023 13:15
Im Zweifel IMMER den Notruf wählen
Die meisten Notrufe gab es im letzten Jahr mit 15.840 in Gronau, die wenigsten mit 966 in Legden. Nahezu stündlich rufen auch Menschen an, denen es psychisch einfach nicht gut geht, oder die einsam sind. Und trotzdem ist es wichtig, im Zweifel IMMER den Notruf zu wählen, sagt Sühling. Auch wenn man das Gefühl hat, die Beamten eventuell nur zu belästigen. In der Regel ist die Polizei, je nach Einsatzlage, innerhalb von 6,5 bis 16 Minuten vor Ort. Heute (04.05.23) zum Beispiel auch weil eine 94-jährige Dame Sorge hatte, beim Verkauf ihres Wohnmobils auf Betrüger herein zu fallen und diesen dann allein gegenüber zu stehen.
Samstag ist der arbeitsintensivste Tag
Die Polizei gibt viele Statistiken heraus: zur Kriminalität, oder auch zum Unfallgeschehen auf den Straßen. Doch jetzt hat sie das erste Mal Zahlen zur Basisarbeit veröffentlicht. Also wie viele Einsätze es insgesamt in einzelnen Bereichen gibt, wie viele Notrufe eingehen und, wie sich das Einsatzgeschehen verteilt. Wenig überraschend: Der Samstag ist der arbeitsintensivste Tag für die Beamten. Vor allem nachts, wo im Schnitt knapp 60 Einsätze anfallen. Und dann können die Wege unter Umständen sehr lang sein, sagt Daniel Sühling. Der Polizeioberrat ist der Leiter der Direktion Gefahrenabwehr/Einsatz und hat die Zahlen heute (04.05.23) vorgestellt. Auch an anderen Stellen setzt unsere Polizei inzwischen sehr verstärkt auf moderne Technik: in der Leitstelle können zum Beispiel Hubschrauber-Wärmebilder live zugeschaltet werden, was sehr bei Verfolgungen hilft, oder bei Fahndungen und auch es gibt auch eine Kollegin, die die Social-Media Kanäle von Verdächtigen oder auch Vermissten sichtet. In einem Fall wurde so zum Beispiel klar: der Betroffene ist offenbar Besitzer eines Kampfhundes und die eingesetzten Polizisten konnten entsprechend vorgewarnt werden.