
Polizei schnappt Tatverdächtige nach Großfahndung
Die groß angelegte Fahndungsaktion der Polizei war erfolgreich. Sie konnten 3 Tatverdächtige festnehmen, die in der Nacht vermutlich einen Geldautomaten in Rees sprengen wollten. Wenig später verunfallten sie auf der B 67.
Veröffentlicht: Montag, 09.11.2020 11:10
Die versuchte Automatensprengung
Heute (09.11) Nacht gegen 01.45 Uhr ist bei der Polizei im Kreis Kleve die Meldung eingegangen, dass Unbekannte versuchen einen Geldautomaten, einer Bankfiliale in der Straße "Vor dem Delltor" in Rees zu sprengen. Die Sicherheitstechnik hatte dabei ausgelöst und die Räumlichkeit vernebelt. Die Täter entfernten sich daraufhin.
Die Flucht über die B67
Nur wenige Minuten später ging der nächste Notruf ein. Diesmal bei der Polizei in Borken. Zeugen hatten gesehen, wie ein dunkler Audi von der Straße abgekommen und sich überschlagen hat. Von den Insassen fehlte zu diesem Zeitpunkt jede Spur. Zwischen Millingen und Isselburg-Heelden kamen sie mit ihrem dunklen Audi von der Straße ab und überschlugen sich. Anschließend flohen die Männer zu Fuß weiter. Im Wagen ließen sie eine Sprengvorrichtung zurück, die wurde von Experten des LKA kontrolliert ausgelöst. Ein Großaufgebot an deutschen und niederländischen Polizisten fahndete nach den Verdächtigen, inklusive Hubschrauber und Sperrung der A3.
Groß angelegte Fahndung durch die Polizei
Kräfte der Kreispolizeibehörde Borken, der Kreispolizeibehörde Kleve und der Kreispolizeibehörde Wesel übernahmen die Fahndung, unterstützt durch die niederländische Polizei, durch Polizeihubschrauber sowie durch Kräfte der Bundespolizei und der Autobahnpolizei. Zu diesem Zeitpunkt ließen bereits alle Umstände darauf schließen, dass es sich bei dem Unfallfahrzeug um den Fluchtwagen der Täter von Rees handelte. Dies bestätigte sich, als die Beamten das Innere des Wagens näher untersucht haben: Im Fahrzeug fand sich eine zündfähige Sprengvorrichtung. Deshalb wurden Spezialisten des Landeskriminalamts dazu gerufen. Sie beseitigten die Gefahr, indem sie die Sprengvorrichtung absicherten und kontrolliert detonieren ließen.
Die Fahndung wurde mit Tageslicht intensiver
Mit dem Tageslicht wurde auch die Suche nach den Tatverdächtigen intensiver. Kurz darauf konnten die Beamten gegen 08.45 Uhr zwei der drei Tatverdächtigen auf einem Feldweg in der Nähe der Halderner Straße festnehmen. Der dritte Tatverdächtige versuchte erfolglos, sich in einem Waldstück zu verstecken: Auch ihn konnten die Beamten kurz darauf festnehmen. Schließlich konnten die Beamten die Gesuchten also unweit der Autobahn festnehmen. Teil der weiteren Ermittlungen ist nun auch, ob die drei Niederländer vergangene Woche den Geldautomaten der Deutschen Bank in Borken gesprengt haben.
Wer sind die Verdächtigen?
Bei den drei Tatverdächtigen handelt es sich nach ersten Feststellungen um niederländische Staatsbürger. Einer der drei mutmaßlichen Täter hatte bei dem vorausgegangenen Unfall leichte Verletzungen erlitten. Er wurde im Krankenhaus medizinisch versorgt. Die Polizei ermittelt aber aktuell noch weiter.