
Bäume entlang der Trasse sind fallgefährdet
Seit 2018 liegt eine Förderzusage des Landes für den Bau der östlichen Umgehungsstraße in Velen vor, das ist die sogenannte K11n. Seitdem hat der Kreis Borken auch schon einiges gemacht: Archäologen haben die rund 2,2 Kilometer lange Trasse untersucht und eine neue Ferngasleitung wurde dort verlegt. Doch die Maßnahmen zum Umwelt- und Naturschutz dauern länger als geplant. Denn vermutlich wegen der großen Trockenheit in den letzten beiden Sommern müssen Bäume entlang des geplanten Straßenverlaufs gefällt werden. Dadurch werden nach Angaben der Kreisverwaltung zusätzliche Untersuchungen zum Artenschutz notwendig. Deshalb wird es in diesem Jahr wohl nichts mehr mit den Bauarbeiten.
Hintergrundinformation zur geplanten Ortsumgehung
Im Jahr 2002 hat der Kreis Borken auf Wunsch der Stadt Velen erste Planungsschritte zur Realisierung der K 11n eingeleitet. Bereits seit 2003 wird sie in den Einplanungsmitteilungen zur Förderung des Neubaus von Straßen aufgeführt. Die Ortskommune hat dann 2006 in einem Bebauungsplan den Verlauf der Trasse festgelegt und damit rechtskräftig Baurecht geschaffen. Der landschaftliche Eingriff und die Kompensationsmaßnahmen waren zuvor in einen "Landschaftspflegerischen Begleitplan festgesetzt worden. Die für die Trasse erforderlichen Grundflächen werden im Zuge des laufenden Flurbereinigungsverfahrens bereitgestellt. Unabhängig von der zeitlichen Verzögerung werden die Gespräche mit den Betroffenen weitergeführt.
Die neue Trasse beginnt an der heutigen K 11 rund 200 m von der Einmündung K 11 / L 829. Der neue Knotenpunkt K 11 / K 11n soll zu einem Kreisverkehr mit 35 m Durchmesser ausgebaut werden. Die rund 2,2 km lange Strecke tangiert den östlichen Ortsrand von Velen und kreuzt einige Wirtschaftswege, die größtenteils an die K 11n höhengleich angebunden werden. Auf der Westseite der neuen Straße ist ein kombinierter, in beide Richtungen befahrbarer Geh- und Radweg mit einer Breite von 2,50 m geplant.
Die Anbindung der K 11n an die L 581 (Hochmoorstraße) nordöstlich von Velen erfolgt über einen Kreisverkehr mit einem Durchmesser von 40 m und umlaufenden kombinierten Geh- und Radwegen, die Anbindung des Klyer Damm ist über den neuen Kreisverkehr auf die L 581vorgesehen.