
Opferschutzhündin aus Ahaus
Wenn Labradoodle-Hündin Tilly nicht gerade als Privathund von Polizistin Nadine Sprey aus Ahaus unterwegs ist, arbeitet sie bei der Kreispolizei Borken als Opferschutzhündin. Wie sie arbeitet und welche Wirkung sie dabei erzielt, darüber hat RADIO WMW - Reporter Benjamin Rotzler mit Nadine Sprey gesprochen.
Veröffentlicht: Donnerstag, 29.02.2024 13:54
"Tilly merkt über Gerüche und Wahrnehmung, dass da Hilfe benötigt wird"
Die 17 Monate alte Opferschutzhündin Tilly reagiert auf Gerüche und andere Wahrnehmungen, dass ihre Hilfe benötigt wird, hat uns ihr Frauchen Nadine Sprey im Interview erzählt. Dann geht die Hündin auf den Menschen ein, lässt sich streicheln oder legt sich neben ihn. Dadurch werden Betroffene von Unfällen oder Gewaltverbrechen beruhigt oder einfach auch abgelenkt vom Geschehen. Der Labrador-Pudel-Mix ist ein absoluter Türöffner, sie öffnet den Zugang zu den Betroffenen, sagt ihr Frauchen.
"Tilly ist kein Zirkushund, eher ein Sozialhund der Gefühle wahrnimmt und darauf reagiert"
Tilly kommt bei schlimmen Ereignissen wie Unfällen oder nach Verbrechen zum Einsatz. Sie beruhigt und lenkt vom Geschehen ab. Das macht sie mit sehr viel Feingefühl. Natürlich hat sie auch mal frei und dann darf sie sich im Kreise der Familie Sprey als Familienhund fühlen. Schließlich ist sie ein Privathund, der ab und zu als "Opferschutzhund" zum Einsatz kommt. Dafür ist sie ausgebildet und es macht ihr viel Spaß. Aber: Tilly ist kein Zirkushund, die auf Kommando Kunststücke macht. Sie hat andere Fähigkeiten, sagt Nadine Sprey. Und während sie dass sagt, erwähnt sie auch, dass sie Tilly gerade das "Küsschen geben" beibringt.

