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Notfallpaket - vorbereitet auf einen Blackout
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Notfallpaket - vorbereitet auf einen Blackout

Es gibt keinen Grund zur Panik, doch die Sorge wegen eines möglichen Stromausfalls wächst. Es sei wichtig, dass sich Bürger mit dem Thema auseinandersetzten, sagte der Präsident des Medizinischen Katastrophen-Hilfswerks, Robert Schmitt. Jeder, der vorbereitet sei, entlaste die Einsatzkräfte. So bereiten wir uns vor.

Veröffentlicht: Mittwoch, 02.11.2022 10:26

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Vorsorge statt Sorge

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Die Bezirksregierung Münster und der Kreis Borken haben eine Kampagne gestartet, die uns auf mögliche, längere Stromausfälle vorbereitet. "Vorsorge statt Sorge" lautet das Motto. Es sollten zum Beispiel kleine Vorräte angelegt werden, aber bitte keine Hamsterkäufe tätigen.

Alle wichtigen Fragen klärt der Kreis Borken hier.

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Olaf RüterWie auf Stromausfälle vorbereiten?
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Richtig Vorräte anlegen:

Wenn die Türen der Supermärkte mal durch einen Notfall wie einen Stromausfall nicht wie gewohnt aufgehen, sollten wir zwar vorbereitet sein, aber nicht in Panik verfallen. "Hamsterkäufe", also große und schnelle Einkäufe, die den Supermarkt plündern sind dafür nicht nötig! Wir können dafür einfach beim Einkaufen jedes Mal eine Konserve mehr mitnehmen und einlagern. Dabei reichen Vorräte, die für ca. 10 Tage in einer Notfallsituation reichen würden. Dabei ist ein Wasservorrat das wcihtigste! Zwei Liter pro Person und Tag werden als ausreichend angesehen. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat sogar einen Vorratskalkulator erstellt, in dem wir unseren persönlichen Vorrat für 1 - 28 Tage berechnen können.

Hier geht es zu einer hilfreichen Broschüre.

Das bleibt während eines Blackouts aus:

Bei Stromausfall denken viele von uns zunächst mal daran, dass es dunkel wird. Kein Licht und mit ein paar Kerzen ist es dann auf Dauer leider nicht getan. Was uns wirkloch während eines Blackouts erwartet:

  • Ausfall der Telekommunikationssysteme – kein Telefon, kein Internet, somit auch keine Notrufe
  • keine Trinkwasserversorgung
  • kein Radio oder Fernsehen
  • Ausfall von Kühlsystemen (Kühlschrank, Gefriertruhe etc.), Lebensmittel verderben
  • ohne funktionierende Kassensysteme, Kühltruhen und Eingangstüren in Supermärkten könnten Geschäfte geschlossen bleiben
  • Geldautomaten und elektronische Zahlungssysteme fallen aus
  • Pumpen an Zapfsäulen an Tankstellen funktionieren nicht, es gibt keinen Treibstoff
  • Ausfall aller öffentlichen Verkehrsmittel
  • Ausfall von Straßenbeleuchtung und Ampelsystemen
  • Ausfall der Belüftung in Tunneln, Tunnel müssen gesperrt werden
  • Stillstand des Verkehrs
  • unterbrochene Liefer- und Kühlketten
  • Ausfall wichtiger IT-Systeme
  • Beeinträchtigungen des Gesundheitssystems, Krankenhäuser laufen mit Notstromaggregaten
  • Ausfall von Aufzügen
  • Ausfall von Alarmanalgen
  • Elektronische Geräte können nicht mehr aufgeladen werden
  • Ausfall der Müll- und Abwasserentsorgung, keine Toilettenspülung

Die besten Alternativen für den Ernstfall findet Ihr hier.

Kontakte vorher sichern:

Ohne Strom und Akku kommen wir nicht mehr so leicht an unsere Kontake, wie wir es gewohnt sind. Darauf können wir uns aber gut vorbereiten, indem wir die wichtigsten Infos schon vorher schriftlich festhalten. Folgende Kontaktdaten, können wichtig sein:

  • Nahe Familienangehörige, wichtige Freunde und Bekannte
  • Örtliche Notfall-Kontakte (Hausarzt, Pflegedienst, ärztlicher Bereitschaftsdienst, Krankenhaus, Rettungswache, Polizeistation, nächste Feuerwache, Apotheken-Notdienst etc.)
  • Dienstleister und Versorger (Stromanbieter, Stadtwerke, Telefongesellschaft etc.)
  • Wer oder was sonst noch wichtig sein oder werden könnte

Zur Vorbereitung auf diese Energiekrise und einen möglichen Blackout hat der Kreis Borken "Notfall-Infopunkte“ eingerichtet, die bei längerem Stromausfall oder bei Totalausfall der Telefonnetze mit Rettungskräften der Feuerwehr besetzt werden. Die Adressen solcher „Notfall-Infopunkte“ in unserer Nähe findet Ihr hier.

Denkt an Andere:

Wir selbst sollten uns natürlich rechtzeitig informieren, aber dabei dürfen wir unsere Liebsten nicht vergessen. Wir sollten also schon bevor es soweit kommt, mit unseren Kindern oder nähsten Angehörigen darüber sprechen und ihnen erklären, dass es keinen Grund zur Panik gibt. Auch unsere Haustiere sollten wir bei der Vorbereitung nicht vergessen. Also bei den Vorräten auch nicht das Tierfutter & co. vergessen. Wie wir unsere Lieblinge noch vorbereiten, findet Ihr hier.

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