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Neunter Castor-Transport erreicht Ahauser Zwischenlager in der Nacht
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Neunter Castor-Transport erreicht Ahauser Zwischenlager in der Nacht

Der neunte Castor-Transport aus Jülich ist in der Nacht im Zwischenlager in Ahaus-Ammeln angekommen. Nach Angaben der Polizei Münster verlief der Transport ohne Zwischenfälle. Gleichzeitig begleiten erneut Proteste und Kritik von Anti-Atomkraft-Initiativen den Einsatz.

Veröffentlicht: Dienstag, 21.07.2026 20:11

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Polizei meldet ruhigen Verlauf des Transports

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Laut Polizei Münster erreichte der Castor-Transport in der Nacht sicher das Ahauser Zwischenlager. Besondere Vorkommnisse habe es nicht gegeben. Eine Herausforderung bleiben laut Berichten der Atomkraftgegner vor allem mehrere Brücken auf der Strecke, unter anderem im Raum Jülich. Dort müssen die Transporte teils mit sehr geringer Geschwindigkeit passieren, was zusätzliche Sicherungsmaßnahmen erforderlich macht.

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Kritik an der Sicherung von Brücken

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Genau an diesem Punkt setzt die Kritik der Atomkraftgegner an. Nach Angaben der Initiative Sofortiger Atomausstieg und weiterer Bündnisse seien bei früheren Transporten nicht alle Brücken entlang der Route vollständig gesichert gewesen. Bei Protestaktionen hätten Aktivisten Brücken erreichen können und damit aus ihrer Sicht Sicherheitslücken offengelegt. Die Initiativen werfen der Polizei außerdem vor, angemeldete Mahnwachen auf Brücken teilweise mit Verweis auf Sicherheitsbedenken zu erschweren oder zu verhindern. Da die Polizei ihre Einsatzplanung nicht öffentlich macht, lassen sich diese Vorwürfe von außen kaum überprüfen.

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Weitere Proteste in Ahaus, Gescher und Jülich

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Auch rund um den neunten Transport hat es wieder Protestaktionen gegeben. Unter anderem fanden Aktionen in Ahaus, Gescher und Jülich statt. In Gescher führte eine Fahrraddemonstration zur Brücke der L571 über die A31, um auf die Diskussion um die Sicherung der Brücken aufmerksam zu machen.

Für diese Woche hatten mehrere Bürgerinitiativen bereits weitere Mahnwachen und Proteste angekündigt. Demnach werden auch die nächsten Transporte aus Jülich nach Ahaus von Aktionen an verschiedenen Orten begleitet.

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Initiativen sprechen von langwieriger Transportserie

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Die beteiligten Anti-Atomkraft-Initiativen kritisieren grundsätzlich, dass die insgesamt 152 Castor-Behälter offenbar nur in aufwendigen Einzeltransporten nach Ahaus gebracht werden können. Sie sprechen von einer Atommüllpolitik ohne nachhaltige Perspektive und verweisen auf den aus ihrer Sicht hohen logistischen und sicherheitstechnischen Aufwand. Zusätzlich kritisieren sie den Zustand einzelner Brücken, die nur im Schritttempo befahren werden könnten, sowie die langfristige Lagerung des Atommülls in Ahaus. Auch deshalb wollen die Initiativen ihre Proteste in den kommenden Tagen fortsetzen.

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Hoher Personalaufwand für die Polizei

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Für die Polizei bedeuten die Castor-Transporte einen großen personellen Aufwand. Schon bei den ersten Transporten im März waren laut Berichten bis zu 4.500 Einsatzkräfte beteiligt. Damit liegt der Aufwand sogar über dem Niveau mancher großen Fußballspiele im Ruhrgebiet. Zum Vergleich: Bei einem Revierderby zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund kommen bis zu 3.000 Polizisten zum Einsatz. Vor dem Hintergrund der anstehenden weiteren Transporte zeigt sich: Auch in den Sommerferien bleibt der Castor-Einsatz für Polizei und Protestgruppen ein Dauerthema in der Region.

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