
Polizei fand Drogen, Waffen und Munition
Viele Bocholter werden sich noch daran erinnern: Gut eine Woche nach Ostern, am 15. April durchsuchte die Polizei mehrere Häuser in Bocholt. Es gab Festnahmen. Bei der Razzia fanden die Ermittler Drogen sowie Waffen und Munition. Heute, am 1. Oktober, beginnt am Landgericht Münster der Prozess gegen sieben Männer. Sechs von ihnen kommen aus Bocholt.
Drogengeschäfte und ein Rolex-Kauf
Die Angeklagten sollen zwischen 2024 und 2026 in unterschiedlichen Konstellationen mit rund fünf Kilo Kokain und 60 Kilo Cannabisprodukten gehandelt haben. Einige Geschäfte sollen sie mit halbautomatischen Pistolen oder einem Elektroschockgerät abgesichert haben. Einem 20-jährigen Bocholter wird außerdem ein schwerer Raub vorgeworfen. Er und ein Komplize sollen bei einem geplanten Rolex-Kauf um etwa 40.000 Euro gebracht worden sein. Anschließend sollen sie den Vermittler bedroht, ihm rund tausend Euro abgenommen und wöchentliche Zahlungen gefordert haben. Für den Prozess sind 23 Verhandlungstage bis Januar 2027 angesetzt. Für alle Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.