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Cristiano Ronaldo
© Rebecca Blackwell/AP/dpa
Das unrühmliche Ende von Ronaldo in der Nationalmannschaft? (Archivbild)
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Nach dem Ronaldo-Eklat: Das Ende in der Nationalmannschaft?

Cristiano Ronaldo reist einfach ab. Er hat genug. Über die Gründe für den Eklat mit Nationaltrainer Jorge Jesus will er noch aufklären. Die Frage: War es das Ende nach 234 Länderspielen?

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Nations League

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Kopenhagen (dpa) - Cristiano Ronaldo droht nach dem eskalierten Zoff und der überstürzten Abreise aus dem Camp ein unrühmlicher Abschied aus der portugiesischen Nationalmannschaft. Über die genauen Gründe für seine Entscheidung, einen Tag vor dem Länderspiel gegen Dänemark lieber per Privatjet nach Madrid zu fliegen, will der 41 Jahre alte Superstar die Öffentlichkeit noch informieren.

Medien berichten: «unwiderrufliche Entscheidung getroffen»

Das portugiesische Sportblatt «O Jogo» titelte aber bereits: «Cristiano Ronaldo hat eine unwiderrufliche Entscheidung getroffen: Er wird nicht mehr für Portugal spielen.» 234 Länderspiele, 146 Tore. Und das soll es nun gewesen sein? Ronaldo selbst ließ das zumindest vermuten in einer ersten Stellungnahme. «Jetzt ist es an der Zeit, Portugal und allen meinen Mitspielern viel Glück zu wünschen, ohne Ausnahme», schrieb er bei Instagram.

Zum Auftakt der Nations League gegen Wales war Ronaldo nach einer guten Stunde ausgewechselt worden. Im zweiten Spiel kam er nicht eine Minute zum Einsatz gegen Norwegen - das erste Mal nach 18 Jahren - und verschwand umgehend in der Kabine. Beide Partien hatte Portugal gewonnen. Vor dem dritten Match heute gegen Dänemark im Parken von Kopenhagen kündigte Trainer Jorge Jesus an, dass Ronaldo wieder nicht in der Startelf stehen würde. 

Ronaldo-Schwester poltert bei Instagram 

«Ronaldo? Ich weiß nicht, was im Spiel passieren wird. Keine Ahnung. Wenn ich ihn brauche, kommt er rein. Wenn ich ihn nicht brauche, kommt er nicht rein», sagte Jesus portugiesischen Medien zufolge. Er berichtete demnach auch von einem Gespräch Ronaldos mit ihm sowie mit dem portugiesischen Verbandschef nach der Partie gegen Norwegen. «Er ist nicht gekommen, um irgendetwas zu klären, denn es gab nichts zu klären», befand Jesus. 

Ronaldo sah das wohl anders. «CR7 hätte mehr Respekt verdient», schrieb seine Schwester Elma Aveiro bei Instagram und giftete Richtung Portugal: «Wir sind neidisch, abfällig, ignorant und verdienen es, wieder in die Mittelmäßigkeit zurückzufallen, die wir im Fußball vor CR7 immer hatten.» 

Monatelange Sperre droht

Die portugiesische Zeitung «Correio da Manhã» berichtete, dass Ronaldo wegen seiner Team-Flucht laut Disziplinarordnung des portugiesischen Fußballverbands (FPF) eine Sperre von bis zu sechs Monaten drohe. Doch bei einem zu erwartenden Rücktritt aus der Nationalelf wäre diese Sanktion ohnehin irrelevant. 

«Der Fall Cristiano schlägt wie eine Bombe in Portugal ein», schrieb die spanische Zeitung «AS». Für die französische «L'Équipe» ist der Hintergrund des Ganzen ein «Psychodrama» zwischen Ronaldo und Jesus. Es gibt auch Berichte, wonach der Trainer dem Angreifer versprochen haben soll, dass dieser spielen und sogar eine öffentliche Entschuldigung erhalten werde.

Erstes Länderspiel vor 23 Jahren 

Am 20. August 2003 bestritt Ronaldo sein erstes Länderspiel. Nur ein knappes Jahr später schaffte er es mit der Nationalmannschaft ins EM-Finale im eigenen Land, verlor dies aber gegen Griechenland. 

2016 gelang ihm dann - wenngleich er verletzt in der Partie vom Platz musste - mit dem EM-Titel in Frankreich durch einen Sieg gegen den Gastgeber der größte Erfolg mit der portugiesischen Auswahl. Nicht erst seit der XXL-WM im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko sehen nicht wenige seinen Verbleib in der Nationalmannschaft aber auch kritisch. 

Ronaldos Vertrag bei Al-Nassr in Saudi-Arabien ist noch ein knappes Jahr gültig. Von Juli 2025 bis Ende Juni dieses Jahres war dort Jorge Jesus sein Trainer gewesen.

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© dpa-infocom, dpa:261001-930-771391/2
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Dänemark – Portugal
© Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix Foto/AP/dpa
Ronaldo sorgt für einen Eklat: Er reist aus dem Camp ab.
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Dänemark – Portugal
© Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix Foto/AP/dpa
War's das auch mit Ronaldos Nationalmannschaftskarriere?
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