
Mini-Abijahrgang: Weniger Studienanfänger erwartet
Die Rückkehr von G8 zu G9 in NRW sorgt in diesem Jahr für einen sogenannten Mini-Abijahrgang. Weil an vielen Gymnasien weniger oder teilweise gar keine regulären Abiturientinnen und Abiturienten die Schule verlassen, rechnen auch Hochschulen und Universitäten in der Region mit Auswirkungen auf das kommende Wintersemester.
Veröffentlicht: Freitag, 22.05.2026 10:18
Das sagen die lokalen Unis/Hochschulen
Besonders deutlich könnte das an der Uni Münster spürbar werden. Die Universität geht davon aus, dass sich dort im Wintersemester weniger Studierende einschreiben als in den vergangenen Jahren. Um gegenzusteuern, hebt die Uni bei zwölf weiteren Studiengängen die Zulassungsbeschränkungen auf. Betroffen sind unter anderem Erziehungswissenschaften, Soziologie und Sonderpädagogik. Außerdem wirbt die Uni Münster bereits seit Monaten mit einer Social-Media-Kampagne gezielt um neue Studierende. An der Westfälischen Hochschule in Bocholt wird der kleinere Abiturjahrgang nach Einschätzung der Hochschule wohl weniger starke Auswirkungen haben. Der Grund: Viele Erstsemester kommen dort nicht vom Gymnasium, sondern von Gesamt- oder Berufsschulen mit Fachabitur. Diese Gruppen sind von der Umstellung von G8 auf G9 nicht direkt betroffen.
Der Hintergrund zum Mini-Abijahrgang in NRW
Mit der Umstellung zurück von G8 auf G9 machen Schülerinnen und Schüler an den Gymnasien in NRW ihr Abitur wieder nach neun statt nach acht Jahren. Dadurch gibt es in diesem Jahr einen besonders kleinen oder an manchen Schulen sogar ausfallenden Abiturjahrgang. Für viele Unis und Hochschulen in NRW bedeutet das: Sie müssen sich auf potenziell weniger Bewerberinnen und Bewerber einstellen.