
Massiver Ärztemangel im Kreis Borken
Der massive Ärztemangel - besonders in ländlichen Gebieten, wie dem Kreis Borken - zwingt die Politik zum Handeln. Bund und Land arbeiten da eng zusammen, hat uns NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann in einem Interview erklärt.
Veröffentlicht: Montag, 28.08.2023 03:05
Mehr Studienplätze für angehende Ärzte
Das Ärztestudium dauert lange - in der Regel bis zu 7 Jahren - daher müssen wir auch andere Überlegungen treffen, sagt Laumann:
Deshalb ist Laumann im Gespräch mit den Unis und Fachhochschulen im Land, um mehr Studienplätze zu schaffen. Mit Erfolg.
Ansonsten müssen wir kreativer werden, sagt Laumann. So wie zum Beispiel die Stadt Rhede. Sie bemüht sich mit besonderen Anreizen um neue Ärzte und arbeitet dabei eng mit dem Ärztenetz BOHRIS zusammen. In den letzten sieben Jahren konnten so acht Ärzte gewonnen werden. Darunter auch eine junge Fachärztin für Innere Medizin, die seit Juli in einer Hausarztpraxis in Rhede angestellt ist. Gleichzeitig sieht Laumann den Kreis Borken als Vorbild bei der Krankenhausreform in NRW an. Das hat er uns in einem Interview erklärt. Das Klinikum Westmünsterland und auch das St. Antoniushospital in Gronau haben sich umstrukturiert und dadurch ihren Fortbestand gesichert. Das wünschte sich Laumann auch andernorts in NRW, hat er uns gesagt. Im Kreis Borken gibt es neben den Krankenhäusern vom Klinikum Westmünsterland und dem St. Antoniushospital in Gronau auch noch die psychiatrischen Fachkliniken in Rhede und Gronau.