
Ein 57-jähriger Barloer muss für viereinhalb Jahre ins Gefängnis.Das Landgericht Münster hat ihn unter anderem wegen vorsätzlicher Brandstiftung und versuchten Mordes in vier Fällen verurteilt. Der Mann hatte im April auf seinem Hof Feuer in einer Lagerhalle gelegt, die komplett niedergebrannt ist.
Außerdem hatte er im benachbarten Wohnhaus Gasleitungen manipuliert, Kraftstoff ausgekippt und eine brennende Kerze zurückgelassen, um eine Explosion herbeizuführen.Da der Angeklagte nur vermindert schuldfähig ist, blieben die Richter unter den von der Staatsanwaltschaft geforderten siebeneinhalb Jahren.
Durch eine Persönlichkeitsstörung konnte der Barloer die Tragweite seines Handelns nicht überblicken, heißt es in der Urteilsbegründung. Der drohende Verlust seines Elternhauses, das zwangsgeräumt werden sollte, stellt zudem eine besondere Tragik dar.