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Landwirte besorgt über Schweinepest-Fall in Ostdeutschland
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Landwirte besorgt über Schweinepest-Fall in Ostdeutschland

Seit Jahren beobachten die heimischen Landwirte mit Sorge, wie die Afrikanische Schweinepest aus Richtung Osteuropa immer näher kommt. Mittlerweile hat sie Deutschland erreicht.

Veröffentlicht: Mittwoch, 21.07.2021 10:57

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Schon der dritte Fall der Afrikanischen Schweinepest in Ostdeutschland

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Die vielen Schweinehalter hier im Westmünsterland blicken mit Sorge nach Ostdeutschland. In Brandenburg und Sachsen wurde die Afrikanische Schweinepest erneut bei Hausschweinen nachgewiesen. Es ist bereits der dritte Bestand. Hubertus Beringmeier, der Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes fordert deshalb schärfere Maßnahmen, um die Schweinepest dort zu bekämpft, beispielweise einen zweiten Schutzzaun entlang der polnischen Grenze, um infizierte Wildschweine davon abzuhalten, nach Deutschland zu kommen.


Bei uns im Kreis Borken gibt es mehr als 1300 Betriebe mit mehr als 1,1 Millionen Schweinen. Die Afrikanische Schweinepest ist für Menschen ungefährlich, aber für Wild- und Hausschweine hochansteckend und endet meist tödlich. Das bedeutet, alle Tiere in einen betroffenen Betrieb werden gekeult und es werden Sperr- und Pufferzonen mit strengen Hygienemaßnahmen, Verkaufs- und Transportverboten eingerichtet. Die Landwirte können ihr Fleisch nicht mehr verkaufen und es brechen ihnen die Einnahmen weg. Deshalb hat es 2019 auch schon eine Übung hier im Westmünsterland gegeben, mit Kreis, Kommunen, Polizei, Landwirten und Jägern. Ausgangslage war ein angeblich infiziertes Wildschwein in einem Waldgebiet in Reken. Unter der Leitung eines Krisenstabs ging es darum, das Tier zu bergen und Maßnahmen einzuleiten, die ein Ausbreiten der Seuche verhindern.

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