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Landrat Kai Zwicker ist im Krankenhaus
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Landrat Kai Zwicker ist im Krankenhaus

Alle zwei Minuten erleidet ein Mensch in Deutschland einen Schlaganfall. Auch Landrat Kai Zwicker erholt sich gerade von einem Schlaganfall. "Ich hatte Glück", hat er uns am Telefon gesagt, es war nur ein kleiner Schlaganfall.

Veröffentlicht: Dienstag, 24.09.2019 05:07

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Das Wichtigste ist: SOFORTIGE Hilfe. Das weiß auch Dr. Marco Joachim, der Leiter der Schlaganfallstation im Borkener Krankenhaus:

"Jeder Schlaganfall ist ein Notfall, der umgehend eine ärtzliche Behandlung benötigt. Wir Neurologen sagen immer Zeit ist Gehirn, denn je länger man wartet, desto mehr Nervenzellen gehen zugrunde."

Die Folgen eines Schlaganfalls sind oft gravierend: Schlaganfälle sind die dritthäufigste Todesursache und der häufigste Grund für Langzeitbehinderungen im Erwachsenenalter. Durch einen Schlaganfall entstehen neurologische Ausfälle, die folgendermaßen aussehen können:

  •   Plötzliche Schwäche oder Gefühlsstörung einer Körperseite.
  •   Plötzlicher Verlust der Sprechfähigkeit oder Schwierigkeiten, Gesprochenes zu verstehen.
  •   Erstmalig und plötzlich auftretende sehr heftige Kopfschmerzen.
  •   Vorübergehende Doppelbilder.
  •   Plötzlich einsetzender Schwindel mit Gangunsicherheit.

Überwiegend verursacht eine verstopfte Blutbahn im Gehirn oder in einem der zuführenden Gefäße den Schlaganfall (Ischämischer Schlaganfall). Seltener tritt eine Blutung im Gehirn durch ein geplatztes Gefäß auf.

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass nur ältere Menschen einen Schlaganfall erleiden. Fast jeder fünfte Patient ist jünger als 55 Jahre. Trotz guter Therapiemöglichkeiten bleibt etwa ein Drittel von ihnen dauerhaft arbeitsunfähig. Wenn Menschen zwischen 18 und 55 Jahren an einem Hirninfarkt erkranken, dann ist von einem „juvenilen Schlaganfall“ die Rede. Von den Betroffenen kehren nach der Erkrankung nur etwa 40 Prozent an ihren Arbeitsplatz zurück, etwa ein Drittel bleibt sogar dauerhaft berufsunfähig. Und die Zahl der juvenilen Schlaganfall-Patienten steigt weiter an, wie neueste Studien belegen. Jeder Schlaganfall ist ein Notfall und sollte so schnell wie möglich in eine für die entsprechende Diagnostik und Therapie ausgerichtete Klinik gebracht werden. Bei Verdacht kommt es darauf an, schnell zu reagieren.

Mehr Informationen zur Stroke Unit Borken findet Ihr hier.

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Verdacht auf Schlaganfall? So reagiert Ihr richtig

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Ein Schlaganfall-Patient muss so schnell wie möglich in ein Krankenhaus mit Schlaganfall-Expertise gebracht werden. Die erste Zeit nach einem Schlaganfall entscheidet über das Ausmaß der Zellschäden im Gehirn. Daher ist es besonders wichtig, sofort den Notruf 112 zu wählen. Jede Minute zählt!

Diese Erste Hilfe-Maßnahmen bei Verdacht auf einen Schlaganfall sind wichtig:

  •    Bewahrt Ruhe und helft dem Betroffenen mit folgenden Erste-Hilfe-Maßnahmen
  •    Wählt den Notruf 112. Äußert den Verdacht auf einen Schlaganfall.
  •    Lasst den Betroffenen nach Möglichkeit nicht allein. Beruhigt ihn und signalisiert, dass Hilfe unterwegs ist.
  •    Lockert beengende Kleidung.
  •    Bringt den Betroffenen bei Bewusstlosigkeit in die stabile Seitenlage.
  •    Der Oberkörper des Betroffenen sollte bei Bewusstlosigkeit nicht erhöht werden. Eine Erhöhung des Oberkörpers ist nur bei wachen Patienten zu empfehlen.
  •    Die stabile Seitenlage hält die Atemwege frei. Entfernt gegebenenfalls Zahnprothesen.
  •    Achtet auf die Atmung des Betroffenen und gegebenenfalls auf den Puls.
  •    Reicht keine Getränke oder Medikamente – eine Schluckstörung könnte vorliegen.
  •    Bei Herz- oder Atemstillstand: Leitet sofortige Wiederbelebungsmaßnahmen ein.
  •    Sprecht umstehende Menschen direkt an und bittet sie um Hilfe!
  •    Notiert Euch den Zeitpunkt, als die Symptome begannen und die Symptome selbst, dies ist wichtig für den Notarzt

Zögert nicht, ruft sofort die 112!

Leider scheuen sich noch zu viele Menschen davor, den Rettungsdienst zu benachrichtigen. Stattdessen hofft man, dass die Beschwerden von alleine wieder verschwinden. Es ist eine trügerische Hoffnung, die viel Zeit kostet und bei einem Schlaganfall schlimme Folgen haben kann. Bedenken Sie, dass sich auch ein zunächst leichter Schlaganfall zu einem schweren Schlaganfall ausweiten kann. Melden Sie der Rettungsleitstelle: „Verdacht auf Schlaganfall"!

Weitere Infos bekommt Ihr hier.

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