
Landarztquote: Stephanie aus Ahaus verpflichtet sich
Wir hier auf dem Land haben einen Ärztemangel und sind deswegen besonders froh, dass es Menschen gibt wie Stephanie Ostendorf. Die 28-jährige Ahauserin ist Medizinstudentin an der Uni Münster und hat sich dazu verpflichtet, anschließend 10 Jahre auf dem Land zu arbeiten.
Veröffentlicht: Donnerstag, 31.10.2024 05:25
Landarztquote als Chance
Vor einigen Jahren hat die Landesregierung das Programm Landarztquote ins Leben gerufen. So können ambitionierte Studenten auch ohne den nötigen Numerus Clausus ein Medizinstudium starten, wenn sie sich dazu verpflichten, anschließend eine Zeit lang in einem unterversorgten Gebiet zu arbeiten.
Stephanie aus Ahaus und ihr Traum
Für Stephanie Ostendorf kam das Programm genau richtig. Sie wollte ohnehin am liebsten auf dem Land arbeiten und hat uns auch erzählt, warum:
„Ja dass man einfach Patienten im Laufe des Lebens immer mehr kennenlernt und da auch vielleicht sogar Familienkonstellationen und die einfach ein ganzes Leben lang betreut."
An der Uni Münster werden pro Semester von 147 Medizinstudienplätzen 11 über die Landarztquote ausgewählt. Dies bietet eine großartige Möglichkeit für viele junge Menschen, ihren Traum vom Medizinstudium zu verwirklichen, auch wenn sie nicht den höchsten Notendurchschnitt haben.
Unterstützung durch den Kreis Borken und die Kommunen
Der Kreis Borken und die Kommunen versuchen ebenfalls, junge Medizinerinnen und Mediziner für das Westmünsterland zu begeistern. Der Kreis organisiert zum Beispiel regelmäßig einen Praxismonat für Studierende. Diese arbeiten in Arztpraxen, lernen das schöne Westmünsterland kennen und können spannende Seminare in den Krankenhäusern belegen.
Ein weiteres Beispiel ist die Stadt Rhede. Sie bietet besondere Anreize für neue Ärzte, wie zum Beispiel städtische Baugrundstücke für eine Praxis. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, den Ärztemangel auf dem Land zu lindern und die medizinische Versorgung in der Region zu sichern.
Stephanie Ostendorf ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie die Landarztquote jungen Menschen die Möglichkeit gibt, ihren Traum zu verwirklichen und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Versorgung hier bei uns auf dem Land zu leisten.