
Land unter in NRW
Wir hier im Westmünsterland sind vom Starkregen mit Überflutungen verschont geblieben. Andere Teile in Nordrhein-Westfalen wurden hingegen stark getroffen. Deshalb helfen jetzt Einsatzkräfte aus dem Kreis Borken in anderen Landesteile: Über 70 Feuerwehrleute von ihnen sollen im Raum Köln-Bonn helfen, 20 weitere helfen in Eschweiler bei einer Evakuierung.
Veröffentlicht: Donnerstag, 15.07.2021 03:57
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Lage nach wie vor unsicher
In ganz NRW kämpfen Einsatzkräfte aus dem Kreis gegen die Wassermassen, die nach dem Starkregen Grenzpegel übersteigen und nicht nur Keller, sondern auch ganze Städte bedrohen. Während der Kreis Borken am Mittwoch (15. Juli) kaum Auswirkungen des Regens spürt, ist die Lage in anderen Orten also noch angespannt. NRW-Innenminister Herbert Reul spricht derzeit von einer "außerordentlich schwierigen Lage, deren weitere Entwicklung nicht mit Sicherheit absehbar ist".
Dämme drohen zu brechen, Bewohner werden evakuiert
Die Situation ist in vielen Orten nach wie vor dramatisch. Besonders schwer hat es allerdings nicht nur NRW getroffen, sondern auch Rheinland-Pfalz und das Saarland. So kam ein Feuerwehrmann bei einem Einsatz im Saarland ums Leben, da er von der Wassermassen mitgerissen wurde. In der Eifel sind Häuser eingestürzt. Im Kreis Ahrweiler wurde unterdessen der Katastrophenfall ausgerufen, vier Menschen kamen dort bisher ums Leben, bis zu 60 gelten derzeit als vermisst. Die Wuppertalsperre droht derweil überzulaufen, auch der Damm der Steinbachtalsperre in Euskirchen droht zu brechen. Auf Grund der drohenden Gefahr oist die A61 zur Zeit vollgesperrt. Auf den Autobahnen herrschte ebenfalls Chaos: Die A1 musste zwischenzeitlich gesperrt werden, viele Autofahrer waren wegen der Wassermassen in ihren Autos eingeschlossen. Die Bahn empfiehlt NRW in den nächsten Tagen zu umfahren, derzeit gibt es einige Ausfälle auf Grund des Unwetters.
Treffen in der Nacht
Die Einsatzkräfte aus dem Kreis Borken haben sich in der Nacht (14. Juli/15. Juli) in Raesfeld getroffen, um dann von dort aus gemeinsam mit Kollegen aus Bottrop aufzubrechen. Heute (15. Juli) sind sie im Kreis Euskirchen in Weilerwist und sammeln sich dort mit weiteren Einsatzkräften. 20 weitere Einsatzkräfte aus dem Kreis Borken sind auf dem Weg in die Städteregion Aachen. Sie sollen bei der Evakuierung eines Krankenhauses in Eschweiler helfen. Sie sind mit insgesamt acht Fahrzeugen an dem Einsatz beteiligt. Auch andere Regionen in NRW sind von den Folgen des Unwetters betroffen, z.B. Hagen. Die Stadt ist seit der Dienstagnacht im Ausnahmezustand. Straßen sind überschwemmt, Hänge abgerutscht, Keller geflutet. Autos wurden teilweise weggespült, vielerorts gab es Stromausfälle.
Hilfsaktionen aus dem Westmünsterland
Auch im Westmünsterland wollen viele Menschen helfen und stellen deshalb Hilfsaktionen auf die Beine. Hier könnt Ihr helfen:
- Tierarztpraxis Borken-Weseke sammelt gut erhaltene Kleidung oder ähnliches.
- Michael Genn aus Ahaus sammelt Kleidung für Kinder, Männer und Frauen sowie Konservendosen und Camping-Gaskocher. Er bringt sie am Samstag nach Sinzig/Rhein. Erreichbar ist er unter der +49 177 1443013 Er holt die Kleidung ab, sie sollte sortiert und beschriftet sein.
So sieht es in den Regionen der Kollegen aus
Bilder: Radio Hagen, Antenne Düsseldorf, Radio Köln, Radio Köln/Waltel







