
Ist es in Ordnung jedes Jahr 50 Millionen männliche Küken zu töten - und zwar aus wirtschaftlichen Gründen? Mit dieser schwierigen Frage befasst sich am Donnerstag (13.06) das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Und es könnte gut sein, dass diese Massentötung bald schon illegal ist. Tierschützer kritisieren das Kükenschreddern schon seit Jahren. Dabei wird laut der Geflügelwirtschaft gar nicht mehr geschreddert, sondern die Tiere werden vergast. Rund 50 Millionen Tiere sterben so jedes Jahr, weil sie für die Fleischindustrie viel zu dünn und für die Eierproduktion nicht zu gebrauchen sind. Das soll sich ändern. In Laboren und an Unis wurden Verfahren entwickelt, mit denen schon vorher bestimmt werden kann, welches Geschlecht im Ei steckt. Die Geflügelverbände sagen allerdings, dass dieses Verfahren noch nicht praxistauglich ist, da auf den Höfen andere Bedingungen herrschen als in Laboren und an Unis. Hier bei uns im Kreis Borken gibt es gar keine Brütereien. Die nächsten befinden sich in Ostwestfalen.