
Hitzige Diskussion am Donnerstagabend im Kreistag. Es ging um die Frage: sollte der Kreis Borken den Klimanotstand ausrufen - ja oder nein? Klimanotstand bedeutet: Der Kreis müsste dann alle Entscheidungen, die er trifft unter Klimagesichtspunkten treffen.
Es war eine hitzige Diskussion, aber mit versöhnlichem Ende. Ein klares JA zum Klimanotstand kam von der 20jährigen Johanna Dekkers von der Fridays for Future Bewegung Borken. Sie durfte vor den Kreispolitikern sprechen. Unterstützung bekam sie von SPD und Grünen. Die CDU war gegen den Klimanotstand. Nicht, weil sie nichts für das Klima tun will. Im Gegenteil. Die Politiker haben betont, dass der Kreis auch ohne Notstand viel für den Klimaschutz tut. Zum Beispiel kommt unser Strom zu zwei Dritteln aus erneuerbaren Energien, das ist einer der besten Werte nrw-weit. Am Ende stand der Kompromiss: Kein Klimanotstand, aber eine Klimaschutzstrategie. Die Fridays for Future Bewegung findet das gut, ihnen geht das aber nicht weit genug.
Die Klimaschutzstrategie
Die sieht unter anderem vor, dass in allen Sitzungsvorlagen in Zukunft auch Abschätzungen zu den Klimafolgen mit drin stehen müssen. Der Kreis will auch, dass im Jahr 2030 der komplette Strom aus erneuerbaren Energiequellen kommt. Die Verwaltung soll prüfen, wo im Kreis noch mehr Bäume gepflanzt werden können und auch die Öffentlichkeitsarbeit zum Klimaschutz soll mehr werden.
