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Kreis stoppt Wasserentnahme aus Bächen, Seen und Flüssen
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Kreis stoppt Wasserentnahme aus Bächen, Seen und Flüssen

Es fehlt dringend Regen. Seit Tagen trocknen unsere Bäche und Flüsse im Westmünsterland regelrecht aus. Mit teils bedrohlichen Folgen für Tiere und Pflanzen. Deshalb zieht der Kreis Borken als untere Wasserbehörde jetzt die Notbremse.

Veröffentlicht: Mittwoch, 06.07.2022 11:42

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Das Verbot gilt für uns alle

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Ab dem kommenden Samstag (9.7.22) dürfen wir im Kreisgebiet kein Wasser mehr aus Bächen, Seen und Flüssen entnehmen. Diese Verfügung gilt zunächst bis zum 31.Dezember 2022. Das Verbot gilt für uns alle. Auch Landwirte dürfen ihre Felder nicht mehr mit Wasser aus Bächen, Seen und Flüssen beregnen. Auch die Entnahme zum Bewässern von Privatgärten ist verboten. Wer dagegen verstößt, muss mit Bußgeldern bis zu einer Höhe von 50.000 Euro rechnen, sagt der Kreis.

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Zum Hintergrund:

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Aufgrund der teilweise weit unterdurchschnittlichen Niederschlagsmengen in den vergangenen Monaten sowie der daraus resultierenden anhaltenden Bodentrockenheit haben sich in den oberirdischen Gewässern im Kreis Borken sehr niedrige Wasserstände eingestellt. Stellenweise sind Gewässer bereits trockengefallen. Der für Fische, Kleinstlebewesen und Pflanzen lebensnotwendige Wasserzu- und -abfluss ist daher nicht mehr flächendeckend gewährleistet.

Trotz lokaler Regenfälle sinken die Pegelstände weiterhin, da der Niederschlag überwiegend von der Vegetation aufgenommen wird und nicht zum Abfluss kommt bzw. nur sehr kurzfristig zu einer Erhöhung des Abflusses in den Gewässern führt. Die geringen Abflussmengen gefährden den Wasserhaushalt in Menge und Güte sowie die Flora und Fauna der oberirdischen Gewässer. Bei anhaltend niedrigen Wasserständen oder bei einem Absinken der Wasserstände ist eine weitere Verschlechterung der ökologischen und chemischen Gewässerzustände und somit eine nachhaltige Schädigung des Gewässerökosystems zu erwarten. Vor allem ist die natürliche Selbstreinigungskraft der Gewässer infolge der niedrigen Wasserstände und der damit verbundenen Reduzierung der Sauerstoffzufuhr bei steigender Wassertemperatur erheblich beeinträchtigt.

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