
Notfall-Infopunkte und Vorsorge
Stromnetze gehören zu den empfindlichsten Teilen der Infrastruktur. Der jüngste Stromausfall in Berlin, bei dem ein ganzer Stadtbezirk tagelang ohne Strom, Heizung und Internet war, zeigt, wie gravierend die Folgen eines solchen Vorfalls sein können – besonders bei klirrender Winterkälte.
Der Kreis Borken hat aus der Schneekatastrophe 2005 gelernt, bei der Schneemassen Strommasten umknickten und viele Menschen tagelang ohne Strom waren. Als Vorsorgemaßnahme wurden Notfall-Infopunkte in allen 17 Städten und Gemeinden eingerichtet.
Lokale Notfallpunkte
Basis-Notfall-Infopunkte bieten:
- Einsatzpersonal vor Ort, das dringende Notfälle an die Leitstelle weiterleitet.
- Informationen zur aktuellen Lage und Unterstützung für Bürgerinnen und Bürger.
Zusätzlich gibt es in jeder Kommune mindestens einen erweiterten Notfall-Infopunkt (Stufe 2), der bei akuter Gefahr für Leib und Leben genutzt werden kann. Diese Punkte bieten:
- Notstrom-Ladestationen für Ersatzakkus von Beatmungsgeräten.
- Kühlmöglichkeiten für lebensnotwendige Medikamente.
- Möglichkeiten zur Herstellung und Erwärmung von Säuglingsnahrung.
Es handelt sich dabei nicht um Betreuungsstellen, sodass ein längerfristiger Verbleib bzw. eine langfristige Versorgung der Bevölkerung nicht vorgesehen ist. Zudem können und sollten wir auch selbst Vorsorge für einen solchen Fall betreiben. Einige Hinweise dazu, allgemeine Informationen zum Thema Notfall-Infopunkte und auch die Standorte der Notfall-Infopunkte findet Ihr hier! Auf der Homepage des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gibt es weitere nützliche Tipps für die Selbstvorsorge.
NRW Innenminister Herbert Reul hat sich zum Stromausfall in Berlin geäußert
Hier findet Ihr das Interview mit dem Innenminister von NRW - Herbert Reul.