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Kreis Borken: Corona Update
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Kreis Borken: Corona Update

Die Inzidenz sinkt hier im Kreis Borken langsam, aber die Zahl der Corona-Todesfälle steigt weiter. Nach Angaben des Kreisgesundheitsamts sind bei uns inzwischen 352 Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-19 Infektion ums Leben gekommen.

Veröffentlicht: Donnerstag, 24.02.2022 14:25

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3 weitere Todesfälle in den vergangenen Tagen

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Auch wenn die Coronazahlen langsam sinken, es sterben bei uns im Westmünsterland weiterhin Menschen im Zusammenhang mit einer Infektion. Mit Stand heute sind es 352 Menschen, heißt es vom Kreisgesundheitsamt. Das Klinikum Westmünsterland geht davon aus, dass die große Belastung der Krankenhäuser durch die Pandemie noch Wochen anhält.






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Aktuelle Presseinfo vom Kreis Borken

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Coronavirus-Situation im Kreis Borken am 24.02.2022:

Aktuell 8.746 infizierte Personen, 55.494 Gesundete und 352 Todesfälle, damit insgesamt 64.592 bestätigte Fälle / „7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz“ NRW: 6,56 / „7-Tage-Inzidenz“ (RKI-Wert) Kreis Borken: 1.634,3 pro 100.000 Einwohner

Kreis Borken.

Im Kreis Borken sind derzeit (24.02.2022, 0 Uhr) 8.746 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt 55.494 Personen sind inzwischen gesundet. Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis Borken liegt bei 64.592. Nachträgliche Änderungen dieser Daten können in Einzelfällen möglich werden.

Im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gab es in den vergangenen Tagen leider drei weitere Todesfälle. Verstorben sind eine Frau aus Ahaus, ein Mann aus Bocholt und eine Frau aus Borken. Deren Hinterbliebenen spricht Landrat Dr. Kai Zwicker sein tiefes Mitgefühl aus. Diese Todesfälle sind nachträglich einem bereits zurückliegenden Tag (Datum des Todestages) zugeordnet worden. Damit sind nun 352 Todesfälle seit Beginn der Corona-Pandemie zu verzeichnen.


Die „7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz NRW“ beträgt 6,56. Die „7-Tage-Inzidenz“, also die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen, beträgt im Kreis Borken laut Berechnung des Robert-Koch-Institutes 1.634,3. Die aktuellen Zahlen zum Infektionsgeschehen in den Städten und Gemeinden des Kreises Borken gibt es im Corona-Dashboard im Internet unter https://corona.kreis-borken.de.

Die Zahl an Auffrischungsimpfungen (Booster-Impfungen) liegt heute (24.02.2022) bei 249.271. Die aktuellen Zahlen zu den Impfungen im Kreis Borken gibt es in unserem Dashboard „Impfgeschehen Kreis Borken“ unter https://kreis-borken.de/corona-impfzahlen (Aktualisierung der Daten montags bis samstags gegen 10 Uhr). Aktuelle Zahlen zu Impfungen in allen Kreisen und kreisfreien Städten von Westfalen-Lippe veröffentlicht die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) auf ihrer Corona-Website unter http://www.corona-kvwl.de/impfbericht.

Zur Situation in den Krankenhäusern im Kreisgebiet, die COVID-19-Patienten behandeln, liegen uns heute (24.02.2022) folgende Informationen des Klinikums Westmünsterland für dessen Krankenhaus-Standorte Ahaus, Bocholt, Borken und Stadtlohn vor. Stationär behandelt werden dort derzeit 55 Patienten, davon 4 auf der Intensivstation. 70 Intensivbetten (55 aktuell betriebene Betten plus 15 zuschaltbare Betten im Bereich der Intensivüberwachung) stehen im Bereich des Klinikums Westmünsterland zur Verfügung. Im St. Antonius-Hospital Gronau werden derzeit 6 Patienten, davon 1 auf der Intensivstation, behandelt. Insgesamt stehen dort 16 Intensivbetten zur Verfügung, 7 können im Notfallszenario noch ergänzt werden.

Die Telefon-Hotline des Kreisgesundheitsamtes Borken zum Coronavirus ist unter der Rufnummer 02861/681-1616 montags bis freitags von 8.30 bis 16 Uhr zu erreichen. Darüber sind keine Terminbuchungen für Impfungen und Testungen möglich. Informationen über die Impfangebote im Kreisgebiet gibt es im Internet unter https://www.kreis-borken.de/coronaimpfung. Über die Entwicklung im Kreis Borken wird laufend unter https://kreis-borken.de/coronavirus sowie über Facebook, Twitter und Instagram berichtet.

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Aktuelle Info vom Klinikum Westmünsterland

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Gesamtlage:

Entgegen einer sich allgemein einstellenden Empfindung des Abflauens der Coronawelle ist in den Krankenhäusern der Versorgungsdruck unvermindert hoch. Für das Klinikum ist die Coronapandemie auch in den nächsten Wochen vermutlich noch sehr präsent und belastend.


Stationäre COVID-Patienten

Im Klinikum Westmünsterland sind aktuell 55 COVID-Patienten (-6 Patienten im Vergleich zur Vorwoche) in stationärer Behandlung. 4 davon benötigen eine intensivmedizinische Betreuung. Davon versorgt das:

⦁   St. Marien-Krankenhaus Ahaus: 15 COVID-Patienten, ein Patient davon auf der Intensivstation (-3 stationäre Patienten im Vergleich zur Vorwoche)

⦁   St. Agnes-Hospital Bocholt: 22 COVID-Patienten, keiner davon auf der Intensivstation. (-7 stationäre Patienten im Vergleich zur Vorwoche)

⦁   St. Marien-Hospital Borken:  17 COVID-Patienten, 1 davon auf der Intensivstation. (+3 stationäre Patienten im Vergleich zur Vorwoche)

⦁   Krankenhaus Maria Hilf Stadtlohn: 1 Covid-Patient auf der Intensivstation (+1 stationärer Patient im Vergleich zur Vorwoche)

Impfstatus, Alter und weitere Informationen zu den Patienten

Von den COVID-Patienten sind ca. 18 Prozent ungeimpft und ca. 11 Prozent weisen einen unklaren Impfstatus auf. Damit keine Rückschlüsse auf einzelne Patienten gezogen werden können, werden vom Klinikum Westmünsterland keine standortbezogene Informationen zum Impfstatus der Patienten herausgegeben. Im Bereich der Intensivstation zeigt sich über einen längeren Betrachtungszeitraum, dass hier der Anteil der ungeimpften Patienten oder nicht vollständig geimpften Patienten überproportional höher ist als im Vergleich zur Normalstation.


Das Durchschnittsalter der stationären COVID-Patienten liegt aktuell bei 73,6 Jahren (+7,4 Jahre im Vergleich zur Vorwoche).


In der aktuellen Omikronwelle gibt es im Klinikum Westmünsterland eine wachsende Gruppe von Patientinnen und Patienten, die Sars-CoV-2-positiv sind, bei denen der Aufnahmegrund aber vorrangig eine andere Erkrankung ist. Es handelt sich dabei oftmals um Patienten bei denen die Coronainfektion zu einer Verschlechterung der Grunderkrankung beiträgt. Es wäre deshalb irreführend, in diesen Fällen von einem bedeutungslosen Zufallsbefund von Sars-CoV-2 auszugehen. Eine trennscharfe Unterscheidung zwischen einer stationären Aufnahme mit der Hauptdiagnose COVID oder einer stationären Aufnahme mit der Nebendiagnose COVID ist in den meisten Fällen nicht sinnvoll möglich.

Die Unterscheidung von COVID als Haupt- oder Nebendiagnose spielt für die Krankenhäuser in der Behandlung eine untergeordnete Rolle. In beiden Fällen sind in der stationären Versorgung die gleichen aufwendigen Schutz- und Isolierungsmaßnahmen zu treffen.


Auslastung Intensivbetten

Die Auslastung der Intensivstationen im Klinikum Westmünsterland stellt sich aktuell wie folgt dar:

⦁   KWML gesamt: von insgesamt regelhaft 55 betriebenen Betten waren am gestrigen Mittwoch 41 belegt (im Notfall sind maximal 70 Betten betreibbar).

Auf den Intensivstationen der Krankenhausstandorte, an denen eine intensivmedizinische Betreuung von COVID-Patienten stattfindet, sieht die Situation aktuell wie folgt aus:

⦁   Im St. Marien-Krankenhaus Ahaus: von 12 Intensivbetten sind 7 belegt.

⦁   Im St. Agnes-Hospital Bocholt: von 22 Intensivbetten sind 20 belegt.

⦁   Im St. Marien-Hospital Borken von 12 Intensivbetten sind 7 belegt.

Leistungseinschränkungen und Personalsituation

Weiterhin angespannt ist die Personalsituation im Klinikum Westmünsterland. Aufgrund der Personalausfälle und der Belastung der Krankenhausinfrastruktur kommt es zu punktuellen, kurzzeitigen Leistungseinschränkungen, z.B. im St. Agnes-Hospital Bocholt zu einzelnen Verschiebungen einiger ambulanter Eingriffe und im St. Marien-Hospital Borken zu temporären Abmeldungen von der Notfallversorgung.


Besuchsmöglichkeiten

Weiterhin besteht an allen Krankenhausstandorten die Möglichkeit, dass Patienten Besuch empfangen. Die Besuchsmöglichkeiten sind jedoch eingeschränkt und unterliegen bestimmten Voraussetzungen. Die Regelungen können sich im Detail an den einzelnen Krankenhausstandorten aufgrund unterschiedlicher Infektionslagen, Infrastruktur und Fachabteilungen unterscheiden und werden durch die örtlichen Krankenhausbetriebsleitungen bestimmt. In Ahaus, Vreden und Stadtlohn gilt aktuell eine 2G+-Regelung, das heißt nur genesene, geimpfte und zusätzlich getestete Besucher können ihre Angehörigen besuchen. In Bocholt, Borken und Rhede gilt eine 1G-Regel, das heißt Besucher müssen einen tagesaktuellen negativen Test vorweisen.

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