
Kindeswohlgefährdung im Kreis Borken
Die Zahl der möglichen Kindeswohlgefährdungen war im vergangenen Jahr so hoch wie noch nie. Im Vergleich zu 2019 wurden bundesweit gut 4.500 Fälle mehr gemeldet. Und auch hier bei uns hatten die Jugendämter sehr viel mehr zu überprüfen. Trotzdem heißt das nicht automatisch, dass mehr Kinder schlecht behandelt wurden.
Veröffentlicht: Donnerstag, 29.07.2021 04:56
293 Mal ausrücken
293 Mal mussten die Mitarbeiter des Kreisjugendamtes im letzten Jahr ausrücken und überprüfen, wie es um das Kindeswohl in einer Familie bestellt ist. Das ist viel mehr als sonst, kommt aber wohl auch daher, dass viele Menschen sehr viel sensibler sind und schneller mal zum Telefon greifen, wenn sie einen Verdacht hegen. Bei Hausbesuchen zeigte sich dann häufig, dass ein Hilfsangebot reicht. Die Zahl der Inobhutnahmen sei im Vergleich zu den Vorjahren nicht auffällig, heisst es vom Kreis Borken. Das Kreisjugendamt betreut alle Städte und Gemeinden, bis auf Ahaus, Gronau, Bocholt und Borken. Denn die haben eigene Jugendämter.