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Reza Pahlavi
© Marijan Murat/dpa
Der Sohn des gestürzten Schahs legt seine Ideen für die Zukunft des Irans dar. (Archivbild)
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Schah-Sohn Pahlavi bringt sich als Interimsführer ins Spiel

Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei ist tot. Kurz darauf meldet sich ein bekannter Oppositionsführer im Exil – mit konkreten Ideen, wie es für den Iran weitergehen soll.

Veröffentlicht: Sonntag, 01.03.2026 03:15

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Iran

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Washington (dpa) - Der Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien, Reza Pahlavi, hat sich nach der Tötung von Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei erneut als Übergangsführer des Irans ins Spiel gebracht. «Viele Iraner haben mich, oft trotz lebensbedrohlicher Situationen, gebeten, diesen Übergang zu leiten», schrieb er in einem Meinungsbeitrag in der «Washington Post». Er wolle ihrem Ruf folgen und den Weg hin zu einer neuen Verfassung freimachen. Diese solle zunächst in einem Referendum verabschiedet werden. Darauf sollten dann freie Wahlen unter internationaler Aufsicht folgen. «Mit der Abstimmung der Iraner löst sich die Übergangsregierung auf», schrieb er weiter.

Pahlavi betonte, dass der Iran nicht die Fehler wiederholen wolle, die dem Irak-Krieg gefolgt seien. «Es wird keine Auflösung von Institutionen, kein Machtvakuum, kein Chaos geben», schrieb er weiter. «Ein demokratischer Iran würde den Nahen Osten grundlegend verändern und einen der beständigsten Krisenherde der Welt in eine Stütze regionaler Stabilität verwandeln», zeigte sich Pahlavi zuversichtlich. Ferner stellte er in Aussicht, den Erzfeind Israel «sofort anzuerkennen».

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mitgeteilt, er habe mehrere Kandidaten für die Führung des Landes im Blick. Auf die Frage, ob es jemanden gebe, den er gerne an der Spitze des Irans sehen würde, sagte Trump dem Sender CBS News nach dessen Angaben: «Ja, ich denke schon. Es gibt einige gute Kandidaten.» Namen nannte Trump demnach nicht. 

Pahlavi, den sein autoritär regierender Vater, der letzte Schah von Persien, einst zum Kronprinzen ernannt hatte, lebt seit Jahrzehnten im Exil in den USA. Während der jüngsten Massenproteste beanspruchte er aus dem Ausland eine Führungsrolle in der zerstrittenen und zersplitterten iranischen Opposition. In den sozialen Medien hat er sich ein Millionenpublikum aufgebaut. Er gilt inzwischen als eine der einflussreichsten Oppositionsstimmen im Ausland.

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© dpa-infocom, dpa:260228-930-748276/27
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