
"Unternehmen brauchen klare Bedingungen"
IHK NRW spricht sich für eine Öffnungsperspektive für Unternehmen aus. Klare Bedinungen sollen her, denn das Planen von Woche zu Woche vergrößere die Existenznot vieler Unternehmen.
„Es steht außer Frage, dass die Gefahr eines neuerlichen Anstiegs der Infektionen weiter besteht und sie wird uns auch noch eine Zeit begleiten. Ein weiteres Hin und Her zwischen Shutdown und Lockerungen würde Unternehmen und Standorte langfristig aber noch mehr belasten. Deswegen brauchen wir jetzt umsetzbare Lösungen, die einen verbindlichen Öffnungsplan mit den notwendigen Schutzmaßnahmen verbinden“,
betont Ralf Stoffels, Präsident von IHK NRW. Der Verbund fordert genaue Vorgaben für Unternehmen.
„Damit die Unternehmen eine sichere Planungsperspektive erhalten, sollten Inzidenzwerte für Öffnungen vorgegeben werden. Zusätzlich wird es notwendig, bundesweit einheitliche Regelungen zu schaffen, um ein Pendelverhalten wie im Frühjahr 2020 oder ein Regel-Chaos zu verhindern“,
sagt Stoffels. Verpflichtende Hygiene- und Schutzmaßnehmen für Mitarbeiter und Kunden sowie digitale Konzepte in den Unternehmen könnten ebenso helfen.
„Schon heute bieten viele Unternehmen ihren Mitarbeitern Schnelltests an. Das erhöht die Transparenz über Infektionen und könnte auch zur Zugangsregelung für Veranstaltungen oder Innenstädte genutzt werden“,
so Stoffels weiter. Ein großes Problem sieht er in den Innenstädten, die es ohnehin durch den Online-Markt nicht leicht haben. Sie tragen maßgeblich zur Standortattraktivität bei und die Pandemie habe die bereits bestehenden Probleme nun noch weiter verschärft. Daher gelte es nun, die Innenstädte wieder zukunftsfähig aufzustellen und mit enstprechenden Förderprogrammen zu unterstützen.