
Steuerbefreiung für Tierheimhunde abgelehnt
In Bocholt sollen Hundehalter ab dem kommenden Jahr deutlich mehr Hundesteuer zahlen. Die Stadtverwaltung schlägt eine Erhöhung um rund 28 Prozent vor, über die der Haupt- und Finanzausschuss heute (Mittwoch, 03.12.2025) diskutieren wird. Die letzte Anpassung der Hundesteuer liegt 15 Jahre zurück. Die Soziale Liste Bocholt fordert eine Steuerbefreiung für Tierheimhunde, wie sie in Städten wie Rhede, Ahaus und Gronau bereits existiert. Die Bocholter Verwaltung hält jedoch wenig von diesem Vorschlag. Sie argumentiert, dass die Entscheidung für einen Tierheimhund nicht von der Höhe der Steuer abhänge, da die laufenden Kosten für Haltung, Futter, Versicherung und Tierarzt die Hundesteuer deutlich übersteigen.
Details zur geplanten Erhöhung
- Ein Hund: 108 Euro jährlich (bisher 84 Euro).
- Zwei Hunde oder mehr: ebenfalls höhere Steuersätze.
- Gefährliche Hunde (z. B. Pitbull Terrier): 600 Euro jährlich.
- Jagdhunde: Keine Steuerermäßigung mehr, bisher zahlen deren Halter den halben Steuersatz.
Die Stadtverwaltung erwartet durch die Erhöhung Mehreinnahmen von mindestens 120.000 Euro pro Jahr.