
Hilfe bei Körperdysmorpher Störung (KDS)
Michaela Schmidt ist Psychologin an der Universität Osnabrück und möchte für eine, bis jetzt recht unbekannte, psychische Erkrankung Aufmerksamkeit schaffen. Vor allem Jugendliche leiden an einer sogenannten Körperdysmorphen Störung und finden sich oder eigene Körperteile hässlich und halten sich für entstellt. Wie man KDS feststellt und vor allem kostenlose und schnelle Hilfe bekommt, erfahrt Ihr in der geschenkten Minute.
Veröffentlicht: Mittwoch, 09.02.2022 10:45
Kaum Therapieangebote in Deutschland
Da die KDS bislang noch extrem unbekannt ist sind viele Therapeuten oder Psychologinnen überfragt, wenn jemand mit diesen Symptomen um Hilfe bittet. Fakt ist aber, dass neben Stars wie Billie Eilish oder Robert Pattinson auch in Deutschland ca 2-3 % der Erwachsenen und 4 % aller Jugendlichen an KDS leiden. Die Betroffenen leiden stark unter den Gedanken, dass sie hässlich seien und nehmen deutlich weniger am sozialen Leben teil. Außerdem könne eine Körperdysmorphe Störung bis zu Suizidgedanken führen, sagt Michaela Schmidt.
Als Psychologin hat Sie mit einem Team der Universität Osnabrück ein Projekt entwickelt, dass zum einen die Diagnose auf einer niederschwelligen Ebene möglich macht und zum anderen die Therapie kostenlos und online anbietet. Unter "ImaginYouth" findet Ihr auf allen Sozialen Medien Zugang zum Projekt. Falls Ihr oder Eure Kinder Symptome der KDS zeigen, könnt Ihr Euch für mehr Informationen und eben eine mögliche Diagnose, sowie Therapie dort melden.