
Anklage sieht organisierten Drogenhandel
Vor dem Landgericht Münster geht ein großer Drogenprozess aus der Region in die Schlussphase. Angeklagt sind zwei Männer aus Ahaus und zwei aus Gronau. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen unter anderem banden- und gewerbsmäßigen Drogenhandel vor. Nach ihrer Darstellung sollen die vier im Raum Ahaus im großen Stil mit Drogen gehandelt haben. Laut Anklage ging es dabei unter anderem um Marihuana, Kokain und teils auch Ecstasy. Insgesamt sollen sie so rund 909.000 Euro eingenommen haben. Als mutmaßlicher Kopf der Gruppe gilt ein 39-Jähriger aus Ahaus. Er soll die Geschäfte organisiert und Aufträge an die anderen verteilt haben. Ein 43-Jähriger aus Gronau soll außerdem über längere Zeit Marihuana-Plantagen betrieben und die Gruppe beliefert haben.
Staatsanwaltschaft fordert mehrjährige Haft
Nach Angaben von Presserichter Vahlhaus hat die Staatsanwaltschaft heute (30.10.26) für alle vier Angeklagten Gefängnisstrafen beantragt. Für den 28-Jährigen aus Ahaus sind vier Jahre und sechs Monate gefordert. Der 39-jährige Mitangeklagte aus Ahaus ("Kopf der Bande") soll nach dem Willen der Anklage für fünf Jahre und vier Monate ins Gefängnis. Für den 39-Jährigen aus Gronau fordert die Staatsanwaltschaft zwei Jahre und sechs Monate Haft. Gegen den 43-jährigen Gronauer wurden drei Jahre und vier Monate beantragt. Die Verteidiger plädieren teils auf mildere oder bewährungsfähige Strafen. Die Urteile sollen nach jetzigem Stand am 5. November gesprochen werden.