Anzeige
Fridays for Future-Klimastreik in Münster gegen neue Gasprojekte
Teilen:

Fridays for Future-Klimastreik in Münster gegen neue Gasprojekte

Die Klimabewegung Fridays for Future ruft heute (Fr, 24.04.26) zu einem Klimastreik auf dem Prinzipalmarkt in Münster auf. Beginn der Demonstration ist um 16 Uhr. Die FFF-Gruppe aus Münster schließt sich damit einem bundesweiten Demo- und Gas-Aktionstag an. Es geht gegen neue Erdgasprojekte und für einen konsequenteren Klimaschutz.

Veröffentlicht: Donnerstag, 23.04.2026 15:07

Anzeige

Kritik an Energiepolitik der Bundesregierung

Anzeige

Die Demonstration in Münster steht unter dem Motto: „Die Rechnung geht auf uns! - Demo gegen die Energiepolitik der Bundesregierung“. Nach Angaben von Fridays for Future richtet sich der Protest insbesondere gegen die Pläne von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. Die Bewegung wirft ihr vor, weiter auf fossile Energieträger zu setzen und damit die Energiewende auszubremsen.

Paula Niewald von Fridays for Future Münster erklärt, Reiche setze „immer weiter auf dreckiges Gas statt sauberer und bezahlbarer Energie für alle“ und mache damit „keine Politik für Menschen, sondern für Gaskonzerne“.

Anzeige

Vorwurf: Neue Gaskraftwerke statt Wärmewende

Anzeige

Konkret kritisieren die Aktivistinnen und Aktivisten, dass die Ministerin neue Gaskraftwerke bauen, die Wärmewende bremsen und zudem neue Gasvorkommen in Deutschland erschließen wolle. Aus Sicht der Klimabewegung sei das ein falsches Signal in Zeiten der Klimakrise und geopolitischer Unsicherheiten.

In der Mitteilung von Fridays for Future heißt es, die Abhängigkeit von fossilen Energien sei nicht nur klimapolitisch problematisch, sondern auch sicherheitspolitisch riskant. Verwiesen wird dabei auch auf die internationalen Krisen und ihre Folgen für Energieversorgung und Preise.

Anzeige

Forderung nach Ausbau erneuerbarer Energien

Anzeige

Fridays for Future fordert von der Bundesregierung einen stärkeren Ausbau erneuerbarer Energien sowie eine konsequentere Förderung der Wärmewende, etwa durch den weiteren Ausbau von Wärmepumpen. Zudem verlangt die Bewegung einen klaren Plan für den Ausstieg aus Gas.

Auch an die SPD richtet sich Kritik. Sie stehe in der Verantwortung, sozial gerechten Klimaschutz innerhalb der Bundesregierung aktiver voranzubringen und sich stärker für eine konsequente Energiepolitik einzusetzen.

Anzeige

Bundesweite Proteste in mehr als 65 Städten

Anzeige

Der Aktionstag in Münster ist Teil eines größeren bundesweiten Protests. Nach Angaben der Bewegung wird am Freitag in über 55 Städten demonstriert. Bereits am vergangenen Wochenende seien in Berlin, Hamburg, Köln und München mehr als 80.000 Menschen für einen schnelleren Ausbau erneuerbarer Energien auf die Straße gegangen.

Damian Essing von Fridays for Future Münster kritisiert die Nähe der Politik zur Gaswirtschaft deutlich. Es sei „schamlos, dass Katherina Reiche mit Gaskonzernen lobbyiert und um Argumente bittet, weil sie ihre eigene Energiepolitik offensichtlich nicht rechtfertigen kann“. Stattdessen müsse die Regierung die Menschen in den Mittelpunkt stellen und einen klaren Plan für den Gasausstieg vorlegen.

Anzeige

Demo startet um 16 Uhr auf dem Prinzipalmarkt

Anzeige

Fridays for Future Münster ruft die Bürgerinnen und Bürger der Stadt dazu auf, sich an der Demonstration zu beteiligen. Ziel sei es, gemeinsam für eine sozial gerechte und klimaneutrale Zukunft einzutreten.

Anzeige
Anzeige
Anzeige